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Neuer Letzter der Tabelle : Schwerer Dämpfer für Mainz 05 in Bundesliga

  • -Aktualisiert am

Mainz 05 und Leandro Barreiro stecken im Tabellenkeller fest. Bild: dpa

Durch die Rückkehr von Christian Heidel, Martin Schmidt und zuletzt Bo Svensson sollte vieles besser werden. Doch das Debüt des neuen Trainers misslingt: Nach dem 0:2 gegen Eintracht Frankfurt ist Mainz 05 letzter.

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          Für den FSV Mainz 05 war es nach hoffnungsfrohen Tagen ein schwerer Dämpfer. Gegen Eintracht Frankfurt ließen die Rheinhessen über weite Strecken die Begeisterung vermissen, die mit der Rückkehr von Christian Heidel, Martin Schmidt und Bo Svensson ausgebrochen war – und bescherten ihrem neuen Trainer zum Debüt eine 0:2-Niederlage. Sportlich ist die Situation angesichts des Schalker Siegs über Hoffenheim noch etwas trostloser geworden; nach 15 Spieltagen sind die 05er wieder Letzter.

          Bundesliga

          „Klar, heute war Derby“, sagte Kapitän Danny Latza am „Sky“-Mikrofon auf die Frage ob Svensson die Mannschaft emotional auf die Partie eingestimmt habe. Zu sehen war davon allerdings in der ersten Halbzeit nichts. Zwar konnten die Mainzer wissen, dass sie es mit einem niemals lockerlassenden Gegner zu tun bekommen, doch dass sie selbst Gift und Galle spuckten, ließ sich nicht behaupten. Sie standen gut 20 Meter höher als in den letzten Spielen unter Jan-Moritz Lichte, viel Druck auf die Eintracht entwickelten sie jedoch nicht. Bei 39 Prozent lag ihre Zweikampfquote vor der Pause – das gab wieder, wie sehr es an Biss mangelte, was sich auch in zu großen Abständen niederschlug.

          Fatal wirkte sich dies in der 22. Minute aus: Amin Younes startete im Mittelfeld einen Angriff, Latza konnte den Frankfurter nicht stoppen. Leandro Barreiro, der zweite Mainzer Sechser, hätte sich noch in den Weg stellen können, verharrte aber in seiner Beobachterposition. Und als Younes diagonal in den Strafraum passte, stand Moussa Niakhaté gegen André Silva nicht gut und verursachte mit einem Trikotzupfer einen Elfmeter. Den verwandelte Silva selbst zum 0:1.

          Es war einer der Momente, die Svensson mit Kopfschütteln oder gesenktem Haupt quittierte, in einigen anderen Szenen applaudierte er seinen Akteuren nach guten oder gutgemeinten Aktionen. Insgesamt aber verhielt sich der Däne sehr ruhig, coachte eher unterkühlt als temperamentvoll. Seine Mannschaft entwickelte im zweiten Durchgang mehr Leidenschaft und kam durch Jonathan Burkardt auch zu zwei Großchancen: Nach Doppelpass mit Jean-Paul Boëtius schoss er frei stehend aus elf Metern vorbei, mit einem Flugkopfball scheiterte er am Pfosten.

          Doch als sich die Mainzer, denen ein Elfmeter nach vermeintlichem Foul an Leandro Barreio per Videobeweis wieder aberkannt wurde, auf einem guten Weg wähnten, beging Niakhaté sein zweites verhängnisvolles Foul. Diesmal am Fünfmeterraum gegen Martin Hinteregger. Abermals verwandelte Silva (72.) und beendete damit die lange Sieglosserie der Eintracht in Mainz.

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