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Mainz 05 : Heidel bleibt - vorerst

Bleibt er „Mister Mainz 05“? Manager Christian Heidel Bild: Wonge Bergmann

Mainz 05 beruhigt die Lage etwas, aber endgültige Klarheit herrscht noch nicht. Manager Christian Heidel wird in jedem Fall nicht umgehend seinen Arbeitsplatz wechseln. Schalkes Aufsichtsratschef Tönnies dürfte das in Not bringen.

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          Die mit Spannung erwartete Vorstandssitzung bei Mainz 05 dauerte am Montagabend gar nicht sonderlich lange. Und endgültige Klarheit in die große Managerdebatte, die neben den Mainzern auch Schalke 04 derzeit in Atem hält, brachte die wöchentliche Aussprache in weniger als drei Stunden auch nicht. Nur eins scheint derzeit klar: Einen schnellen Wechsel des Mainzer Managers Christian Heidel zu Schalke 04 nach einem möglichen Abschied von Horst Heldt noch in dieser Woche wird es wie erwartet nicht geben. Und mit gar nicht so geringer Wahrscheinlichkeit kommt es am Ende überhaupt nicht zu dem Arbeitsplatztausch Heidels. „Es war Einigkeit zwischen uns und Christian Heidel, dass ein kurzfristiger Weggang nicht in Frage kommt und auch gar nicht stemmbar ist für diesen Verein“, sagte Präsident Harald Strutz. „Man muss nun sehen, wie sich die nächsten Monate entwickeln, und dann werden wir weitersehen.“

          Heidel wiederum betonte, dass ein kurzfristiger Abgang für ihn nie zur Debatte gestanden habe. „Über mögliche Geschichten rede ich nicht. Das ist erst dann ein Thema, wenn in Mainz alles geregelt ist. Und dass momentan nicht alles geregelt ist, ist doch klar“, sagte er. Das bestätigte er am Dienstagnachmittag tatkräftig: Heidel traf sich mit Trainer Martin Schmidt zu einer Planungssitzung. „Es geht um Wintertransfers, Vertragsverlängerungen von Spielern und die Kaderplanung für 2016/17“, verriet Schmidt vorab. Das scheinen bemerkenswerte Themen zu sein für einen abtrünnigen Manager.

          Für Schalke 04 ist dies ein weiteres Indiz dafür, dass der Klub nicht wie erhofft eine schnelle Lösung für den erwarteten Abschied von Heldt wird präsentieren können. Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, der wohl seit Mai in Gesprächen mit Heidel ist, aber seine Aufsichtsratskollegen davon offenkundig noch gar nicht in Kenntnis gesetzt hat, hat dem Vernehmen nach in dieser Woche eine generelle Zusage erwartet. Dies scheint nun ausgeschlossen, was Tönnies in Erklärungsnot bringen würde.

          In Mainz geht es derweil darum, ob der Klub Heidel durch verbindliche Strukturänderungen, die auch den seit zwei Jahrzehnten nahezu unveränderten Vorstand betreffen würden, davon überzeugen kann, dass der 52 Jahre alte gebürtige Mainzer die Fortsetzung seines Lebenswerks als reizvoll genug ansieht. Heidel moniert, dass der sportlich wie wirtschaftlich höchst stabile Klub samt der Vereinsführung zu bequem geworden sei.

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