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Mainz 05 : Der Zauber der Elf

  • -Aktualisiert am

Gut gelaunt ins elfte Jahr: Mainz 05 kann frühzeitig für die neue Saison planen. Bild: dpa

Wieder nur der Klassenverbleib? Für Mainz 05 ist ein elftes Jahr in Serie in der Bundesliga ein Riesenerfolg. Dank guter Kaderperspektiven ist in der kommenden Saison eine Steigerung möglich.

          Die Zahl „Elf“ hat in Mainz wegen der Fastnacht eine besondere Bedeutung. Sie soll Eintracht und Gleichheit unter den Narren symbolisieren. Und so darf man sich gewiss sein, dass die für das Marketing zuständigen Menschen bei Mainz 05 schon die Ideenmaschine angeworfen haben, um für die neue Saison Schwung in den zu seinem Ruf als „Karnevalsverein“ stehenden Klub zu bringen. Mainz 05 geht dank des Sieges über Fortuna Düsseldorf in die elfte Erstligaspielzeit in Serie. Das ist angesichts der finanziellen Grenzen des Vereins ein Erfolg. Da ist es stimmig, dass auf den Shirts für die Spieler „Wieder nur Klassenerhalt? Egal, unser Traum lebt“ stand.

          Aus Mainzer Sicht ist es klug, den Klassenverbleib als Ziel auszugeben und nicht auf einen Ausreißer nach oben mit einer eventuellen Europapokal-Qualifikation zu spekulieren. Die junge Mainzer Mannschaft hat in zwei Jahren unter dem bei den Fans zusehends mehr respektierten Trainer Sandro Schwarz Grundlagen geschaffen durch eine spielerische Weiterentwicklung. Sie hat Potential für den nächsten Schritt, falls sie – wie zu erwarten – großenteils noch für mindestens ein Jahr zusammenbleibt.

          Gute Kaderperspektiven

          Unabhängig von möglichen, hohen Transfergewinnen etwa für den weiterhin abwanderungswilligen Jean-Philippe Gbamin werden durch das Karriereende von Niko Bungert und die auslaufenden Verträge von René Adler und Giulio Donati drei „Gehaltsplätze“ frei, was gute Kaderperpektiven eröffnet. Sportvorstand Rouven Schröder bietet sich dank finanzieller Reserven die Möglichkeit, den Kader mit etablierten Bundesligaspielern zu verstärken und damit zum Beispiel die zuletzt fehlende Zweikampfstärke zu vergrößern. Der Sportvorstand hat sicherlich einen Neuzugang für die Innenverteidigerposition im Blick, zumal Stefan Bell und Alexander Hack in jüngster Zeit nicht unbedingt Stabilität in die Abwehr brachten.

          Die konkrete Planungsphase beginnt angesichts der Sicherheit, vier Spieltage vor Saisonende nicht mehr absteigen zu können, ungewohnt früh. Mainz könnte in der neuen Saison bei entsprechender Formschwäche einiger Topklubs überraschen. Immer vorausgesetzt, der Klub versteht es, die negative Symbolik der Elf zu umgehen. Sie steht auch für Maßlosigkeit.

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