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Mainz 05 : Durch Lethargie um den Lohn gebracht

  • -Aktualisiert am

Nicht ganz rosige Aussichten: Mainz 05 und Adam Szalai fahren zu wenige Punkte ein. Bild: dpa

Blackout in letzter Minute: Mainz verliert 1:2 „auf“ Schalke und hadert zum wiederholten Mal mit Lethargie. Ausgerechnet Torschütze Onisiwo ist an der Niederlage schuld.

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          Darf man ein solches Fußballspiel verlieren? Die Antworten auf diese Frage fielen am Freitagabend nahezu identisch aus. Ein kategorisches „Nein“ kam von Rouven Schröder. Der Sportvorstand des FSV Mainz 05 fand es „unfassbar ärgerlich“ und „frustrierend“, dass seine Mannschaft bei Schalke 04 mit einer 1:2-Niederlage vom Platz gegangen war. „Wir hätten sogar drei Punkte mitnehmen können.“ Trainer Sandro Schwarz sagte, er habe im Verlauf der zweiten Halbzeit, nach Karim Onisiwos Ausgleich, „eher das Gefühl gehabt, dass ein Punkt zu wenig ist“. Selbst sein Gelsenkirchener Kollege David Wagner widersprach nicht. Das 1:1 sei „total verdient“ gewesen, räumte er ein. „Und wenn ich nach dem 1:1 gefragt worden wäre, wer das nächste Tor schießt, hätte ich nicht gesagt, dass wir es sind.“

          Die Schalker waren es aber. Doch auch wenn manch einer Amine Harits Siegtreffer mit dem Außenrist als „Geniestreich“ bezeichnete – ohne die Untätigkeit der Mainzer Hintermannschaft in der 89.Minute wäre der Marokkaner nicht zum Matchwinner geworden. „Aus dem Winkel gab es nur einen möglichen Abschluss“, kommentierte David Wagner das 2:1. Sandro Schwarz hob die feine Schusstechnik des Mittelfeldspielers hervor. „Trotzdem müssen wir das besser verteidigen“, sagte er. Ausgerechnet Onisiwo, der kurz nach seiner Einwechslung ein zauberhaftes Tor zum Ausgleich erzielt hatte, brachte sich um den Lohn, als Mann des Spiels beurteilt zu werden. Er schaute lethargisch zu, wie sich das Spiel zu Harit verlagerte, als er sich viel spät in Richtung des Schalkers bewegte, ließ er ihm den Weg nach innen frei statt ihn auf die Außenbahn zu drängen. Seine Mitspieler, die acht, neun Meter vor dem eigenen Tor standen, machten lieber gar nichts. „Da müssen wir rausrücken, um den Schuss zu blocken“, haderte Schwarz mit dieser fatalen Passivität. „Jetzt stehen wir mit leeren Händen da. Das ist nervig.“ Und als Tabellenvorletzter mit nur drei Punkten aus dem Spiel gegen die Hertha sieht die Welt weiterhin nicht gerade rosig aus.

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