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Trainer von Borussia Dortmund : Favre und die etwas andere Art der Motivation

  • -Aktualisiert am

Auf dem Weg zur Meisterschaft? Lucien Favre und Borussia Dortmund. Bild: AFP

Jürgen Klopp sorgte beim BVB einst für Vollgas und Adrenalin. Lucien Favre ist da ganz anders. Die Gabe zur markigen Ansprache, die Spieler aufrüttelt und antreibt, fehlt. Dafür besitzt der Trainer aus der Schweiz eine spezielle Qualität.

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          Es gibt diesen Makel in der Karriere des allseits verehrten Fußballtrainers Lucien Favre. Der 61 Jahre alte Schweizer hat zwar viel erlebt, aber noch nie einen Titel in einer großen Liga gewonnen. Der im Verlauf des Winters geschmolzene Neun-Punkte-Vorsprung des BVB vor den Bayern scheint daher eine alte These zu stützen: dass Favre zwar ein wunderbarer Spielerentwickler ist, ein Feingeist, dessen Teams sehr schön Fußball spielen, dass ihm im entscheidenden Moment jedoch etwas fehlt.

          Bundesliga

          Dabei gibt es sogar ein Buch über einen magischen Augenblick, der das Gegenteil beweist. In „Die 93. Minute“ wird opulent nacherzählt, wie Favre am 13. Mai 2006 als Trainer des Tabellenzweiten FC Zürich zum Ersten nach Basel reiste, er brauchte einen Sieg, um Meister zu werden. Als die Nachspielzeit begann, stand es jedoch 1:1, einige Spieler auf der Basler Bank hatten schon ihre Meister-T-Shirts übergezogen, als Iulian Filipescu die junge Mannschaft von Favre doch noch zum ersten Zürcher Titelgewinn nach 22 Jahren schoss.

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