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1:0 gegen Hoffenheim : Freiburger Leidenschaft gewinnt

  • -Aktualisiert am

Erfolgserlebnis für die Breisgauer im Derby: „Der Sieg war extrem wichtig für die Psyche.“ Bild: dpa

Der SC Freiburg gewinnt vor den Augen von Bundestrainer Löw das Derby gegen die TSG Hoffenheim, verliert zwischenzeitlich aber auch einen Nationalspieler mit einer Kopfverletzung.

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          Christian Streich verbarg seinen Missmut nach den jüngsten Niederlagen des SC Freiburg gegen den SC Paderborn (0:2) und beim 1. FC Köln (0:4) nicht. „Wir haben zweimal nicht so gespielt wie wir spielen wollen, ich bin sehr unzufrieden. Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen.“

          Im badischen Derby gegen die TSG 1899 Hoffenheim wollte sich der Sport-Club auf den Weg zurück zu alten Tugenden machen, auch eingedenk des 3:0-Sieges in Sinsheim während der Hinrunde.

          Bundesliga

          Lang ist’s her. Am Samstag aber kämpfte sich Freiburg mit seinen bewährten Bordmitteln zum Ziel und gewann das erst nach der Pause erstklassige badische Derby durch Waldschmidts Foulelfmeter 1:0 (40. Minute). Nur noch ein Punkt trennt damit die Hoffenheimer als Siebte vom Sport-Club als Tabellenachtem. „Es war ein enges und umkämpftes Spiel“, sagte Streich hinterher und bekannte: „Ein Unentschieden wäre wahrscheinlich gerechter gewesen. Der Sieg war extrem wichtig für die Psyche, die Tendenz vorher war schließlich nicht so gut.“

          Die Nordbadener mussten am Samstag auf Andrej Kramaric, ihren besten Angreifer, wegen Leistenproblemen verzichten. Hoffenheim war gleichwohl das etwas aktivere Team in einer mäßigen, kleinteiligen ersten Hälfte, in der sich die Freiburger den schwächsten Moment der TSG zunutze machten. Posch hatte Günter im Hoffenheimer Strafraum ziemlich plump zu Fall gebracht, so dass der erstmals seit dem neunten Spieltag wieder in die Startaufstellung berufene Waldschmidt kurz vor der Pause keine Mühe hatte, die Freiburger per Elfmeter in Führung zu bringen.

          Sonst gab es kaum aufregende Szenen, abgesehen von dem Moment, in dem der Freiburger Innenverteidiger Koch nach einem harten Zweikampf mit Samasékou Kopf voraus in eine Werbebande rauschte (26.). Mit einer blutenden Kopfwunde musste Koch seinen Platz räumen, den fortan Gulde übernahm.

          Gezeichnet vom Spiel: Freiburgs Profi Robin Koch

          Nach der Pause gewann die Begegnung an Rasanz, weil die Südbadener alles daran setzten, ihre schmale Führung auszubauen. Pentke aber wehrte Abrashis Flachschuss ab (47.), und Gulde verfehlte mit einem Volleyschuss und Kopfball sein Ziel nur knapp (54./55.) so wie Poschs Kopfball auf der anderen Seite (52.).

          Hoffenheim blieb seinem an diesem Nachmittag zunächst seinem gepflegten Kombinationsfußball vor den Augen des deutschen Nationaltrainers Joachim Löw treu, während der SCF robuster und entschlossener anmutete. Längst stand das Publikum mit der in Freiburg üblichen Leidenschaft hinter Streichs Elf. Um so mehr, nachdem nur Pentkes fabelhafte Parade bei Waldschmidts Schuss das 0:2 verhinderte (64.).

          Zu Gast im Breisgau: Bundestrainer Joachim Löw

          Nun wogte die Begegnung hin und her und bot viel von dem, was dichte Bundesligaduelle attraktiv macht. Baumgartner war mit seinem Pfostentreffer ganz nah am Ausgleich (68.) wie auch Bebou bei seinem Distanzschuss, den Schwolow mit Mühe parierte (69.). Hoffenheim drückte auf die Tube, um die Wende herbeizuführen. Das gelang nicht mehr, und so setzte sich die passioniertere Mannschaft am Ende durch.

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