https://www.faz.net/-gtm-t40f

Ligapokal : Werders WM-Helden wieder im Einsatz

  • Aktualisiert am

Thomas gegen Thomas: Schaaf contra Doll Bild: dpa

Im Ligapokal-Halbfinale gegen den Hamburger SV tritt Werder Bremen diesen Dienstag (20.30 Uhr) erstmals wieder mit seinen Nationalspielern Frings, Borowski und Klose an. Der HSV setzt im Prestigeduell auf Neuzugang Sanogo.

          2 Min.

          Nach drei Testspiel-Niederlagen in Serie soll Werder Bremens WM-Trio den deutschen Vizemeister zurück in die Erfolgsspur führen. Im reizvollen Ligapokal-Halbfinale gegen den Nord-Rivalen Hamburger SV stehen an diesem Dienstag (20.30 Uhr) erstmals nach ihrem WM-Urlaub die Nationalspieler Torsten Frings, Tim Borowski und Miroslav Klose im Bremer Aufgebot.

          „Im Prinzip sind sie dabei. Sie benötigen Spielpraxis. Wir dürfen aber nicht so viel von ihnen erwarten“, sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf am Montag. „Einiges liegt im Argen. Wir sind noch nicht so eingespielt“, gestand Schaaf knapp zwei Wochen vor dem Bundesliga-Start. Der Coach lieferte auch gleich die Erklärung mit: „Wir müssen damit leben, daß einige Profis verspätet ins Training eingestiegen sind.“

          Vorfreude auf das hanseatische Duell

          Der Ligapokal kommt da für Aufbau und Integration genau richtig. „Das ist der erste Wettbewerb. Klar, daß wir uns durchsetzen wollen“, sagte Schaaf. „Auf uns wird einiges zukommen“, warnte Manager Klaus Allofs vor der Spielstärke des Gegners.

          Die Vorfreude auf das hanseatische Duell ist auf beiden Seiten groß. Mehr als 20.000 Fans werden erwartet. Schaaf erinnerte an den letzten Spieltag der vergangenen Saison, als Werder mit einem 2:1- Auswärtssieg in Hamburg den HSV von Rang zwei verdrängte. „Dieser Vergleich ist immer etwas Besonderes. Wir haben mit dieser Konstellation unsere Saison zuletzt erfolgreich beendet, jetzt wollen wir sie genauso erfolgreich wieder beginnen“, sagte der Bremer Coach.

          Sanogo kommt gleich zum Einsatz

          Gegner Hamburger SV hat nach wochenlanger Suche in Boubacar Sanogo vom 1. FC Kaiserslautern endlich die dringend nötige Verstärkung geholt. Für 3,8 Millionen Euro kommt der 23 Jahre alte Angreifer aus der Elfenbeinküste an die Elbe und sollte nach Klärung der letzten Ablöse-Details bereits am Dienstag zum Einsatz kommen.

          „Ich freue mich auf Boubacar Sanogo. Er ist ein großer, kopfballstarker Stürmer, der uns weiterbringen wird“, sagte HSV-Coach Thomas Doll, der den Neuzugang voraussichtlich in Bremen neben Benjamin Lauth auflaufen lassen wird. „Boubacar hat in Kaiserslautern mehrfach seine Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt und wird sich beim HSV sicherlich noch steigern.“ Der Nationalspieler der Elfenbeinküste, der trotz eines Ermüdungsbruches im April in der Pfalz bei 24 Einsätzen zehn Tore schoß und sieben Vorlagen gab, erhält einen Vierjahresvertrag bis 2010.

          Bei Einzug in Champions-League noch ein Transfer

          Mit der relativ preiswerten Verpflichtung reagieren die Verantwortlichen des HSV auf das schwere Los in der Champions-League- Qualifikation. Weil man gegen den spanischen Tabellen-Vierten CA Osasuna nicht unbedingt davon ausgehen kann, daß die garantierten zehn Millionen Euro für die Teilnahme an der Königsklasse in die Kasse kommen, wartet HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer zunächst ab.

          So stellte er das wochenlange Bemühen um Milan Baros, den der HSV unbedingt holen wollte, gänzlich ein. Setzen sich die Norddeutschen gegen den Romeo-Club Osasuna durch, könnte Ende August noch ein weiterer Angreifer kommen.

          Weitere Themen

          FC Bayern trifft auf Olympiakos Video-Seite öffnen

          Champions League : FC Bayern trifft auf Olympiakos

          Am dritten Spieltag müssen die Bayern nach Griechenland zu Olympiakos Piräus, dem Tabellen-Dritten in der Gruppe B. Trainer Niko Kovac warnte auf der letzten Pressekonferenz vor der Partie und vor dem Gegner.

          Topmeldungen

          Debatte ums Eintrittsalter : Die große Renten-Frage

          Wie lange müssen wir künftig arbeiten? Bis 69, empfiehlt die Bundesbank, und löst damit viel Widerspruch aus. Worauf es ankommt, wenn das Rentensystem wieder ins Lot kommen soll.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.