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5:0 gegen Gladbach : Bayer schießt die Bayern-Besieger ab

  • -Aktualisiert am

Mann des Abends: Chicharito traf gegen Gladbach gleich drei Mal. Bild: AFP

Was für eine Leverkusener Gala! Nach dem Aus in der Champions League schießt sich Bayer den Frust von der Seele. Gladbach geht eine Woche nach dem Sieg über die Bayern unter, weil zwei Torjäger nicht zu halten sind.

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          Die Fans von Bayer 04 Leverkusen waren sich ihrer Sache schon nach gut einer Stunde Sache sicher. „Der SVB ist wieder da!“, sangen sie. Und Stefan Kießling ist auch wieder da. Zum ersten Mal nach längerer Zeit wieder für die Startelf nominiert, erzielte der Angreifer beim 5:0 über Borussia Mönchengladbach zwei Kopfballtore (30./66. Minute). „Hätten wir heute verloren, wäre der Weihnachtsbaum ein bisschen düsterer gewesen“, sagte der Leverkusener Weltmeister Christoph Kramer.

          Gemeinsam mit seinem stürmischen Kompagnon Javier Hernandez bildete er ein unwiderstehliches und effektives Sturmduo, das die Leverkusener Anhänger vor allem nach der Pause in Begeisterung versetzte. Dem Mexikaner, der sich zunächst im Hintergrund gehalten hatte, gelangen in der zweiten Halbzeit sogar drei Treffer (63./75./77.), zwei davon nach Vorarbeit von Kießling. Die Gladbacher gingen nach dem elften Bundesligaspiel unter ihrem Trainer Andre Schubert zum ersten Mal als Verlierer vom Platz.

          „Ich habe keine Worte, es war eine katastrophale Leistung“, kritisierte Mittelfeldprofi Granit Xhaka. Auch Schubert war bedient: „Wir haben vieles nicht so gemacht, wie wir uns das vorgestellt haben, und dem Gegner in die Karten gespielt“, bemängelte er. „Die Kräfte lassen jetzt langsam nach“, meinte der Coach mit Blick auf die anstehende Winterpause. Besonders Kießling habe man bei dessen Startelf-Comeback „nicht in den Griff bekommen“.

          Ups: Für die Bayern ist Gladbach stark genug, bei Bayer geht Gladbach unter. Bilderstrecke
          Ups: Für die Bayern ist Gladbach stark genug, bei Bayer geht Gladbach unter. :

          Nach dem Ausscheiden aus der Champions League hatte Bayer-Trainer Roger Schmidt angekündigt, seine Mannschaft werde dem Publikum etwas Besonderes bieten. „Wir wollen unseren Zuschauern im letzten Heimspiel ein absolutes Highlight bieten“, sagte er, „wir haben sie in dieser Hinrunde nicht unbedingt verwöhnt.“

          Bayer brauchte aber eine halbe Stunde, um sich eine Torchance zu erarbeiten, Dafür war dann aber der erste Schuss ein Treffer: Kießling nutzte eine Flanke von Roberto Hilbert. Spieler und Fans bejubelten dieses Tor sicher auch deshalb so frenetisch, weil sie es dem Schützen besonders gönnten.

          Kießling, viele Jahre lang gesetzt, war zuletzt zum Einwechselspieler heruntergestuft worden. Diesmal aber nominierte Schmidt ihn für die Startelf – und lag damit nicht nur wegen der beiden Tore des Stürmers richtig. Kießling fiel als starker Zweikämpfer auf und eroberte im Mittelfeld viele Bälle für seine Mannschaft.

          Kurz vor der Pause verpasste Hakan Calhanoglu mit einem Freistoß die Chance, den Vorsprung auszubauen; er traf nur den Pfosten. Die Gladbacher wirkten bei ihren Angriffsversuchen nicht besonders einfallsreich, spielten aber in der ersten Hälfte zwei gute Möglichkeiten heraus, die Drmic und Korb aber nicht zu nutzen wussten. Nach der Pause erwischte die Borussia soagr den besseren Start und war bei Raffaels Pfostenschuss dem Ausgleich nahe. Doch dann schufen Kießling und Hernandez im Duett klare Verhältnisse.

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