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1:1 gegen Nürnberg : Leverkusen hadert nach Wasserschlacht

  • Aktualisiert am

Extrem nass: Leverkusen und Nürnberg bei ihrer Wasserschlacht. Bild: dpa

Wasserschlacht in Nürnberg: Bayer Leverkusen muss sich bei widrigen Bedingungen mit einem Unentschieden zufrieden geben. Aus Sicht von Sportdirektor Völler hätte das Spiel gar nicht erst angepfiffen werden dürfen.

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          Im Dauerregen von Franken hat Bayer 04 Leverkusen beim 1. FC Nürnberg den Anschluss ans obere Tabellendrittel der Fußball-Bundesliga verpasst. Trotz klarer spielerischer Vorteile im vom Fanboykott begleiteten ersten Montagsspiel dieser Saison musste sich die Werkself mit einem 1:1 (1:0) begnügen und versagte Trainer Heiko Herrlich zum 47. Geburtstag den zweiten Bundesligasieg nacheinander.

          Bundesliga

          „Ich hätte es nicht angepfiffen“, sagte Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler im Anschluss bei Eurosport. „Ich finde, es waren einfach zu viele Stellen auf dem Platz, wo der Ball liegen geblieben ist.“ Vieles sei dem Zufall überlassen gewesen. Auch Herrlich sprach von „irregulären Bedingungen“. Sein Kapitän wollte das aber nicht als Ausrede benutzen.

          „Man muss auch einfach mal den Ball in die Kiste knallen. Bei so einem Wetter geht es nicht darum, den Ball schön reinzutragen“, kritisierte Lars Bender.

          Der CClub“ belohnte sich nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte vor 32.238 Zuschauern zumindest mit einem Punkt, wartet aber dennoch seit sieben Partien auf einen Dreier. Immerhin bleiben die Franken auf dem 15. Tabellenplatz, die Leverkusener verbesserten sich auf Rang elf.

          Havertz (30. Minute) brachte Bayer auf dem heftig durchnässten Rasen mit einem gefühlvollen Schuss in Führung. Georg Margreitter (56.) bewahrte den FCN vor der sechsten Niederlage am Stück gegen Leverkusen. „Schwerer Platz, schwer zu bespielen. Es war sehr gut, dass wir nochmal zurückgekommen sind nach dem 0:1“, sagte Nürnbergs Hanno Behrens.

          Leverkusen mit mehr Technik und Tempo

          Der Punkt ist aber für Nürnberg ein schmeichelhafter, weil Leverkusen über weite Strecken besser war. Trotz teilweise großer Pfützen kombinierten die Gäste in der Offensive schneller und spielten sich früh die ersten Chancen heraus. Erst scheiterte Karim Bellarabi (9.) aus spitzem Winkel an FCN-Keeper Fabian Bredlow, der den verletzten Christian Mathenia ersetzte. Eine Minute später ging ein abgefälschter Schuss von Sven Bender an die Latte – und nach einer halben Stunde folgte dann die verdiente Führung.

          Nach einem Patzer von Nürnbergs Startelf-Debütant Kevin Goden spielte Bayer seine offensive Klasse aus: Über Initiator Julian Brandt landete der Ball nach einer zu kurzen Faustabwehr von Bredlow vor den Füßen von Havertz, der den Ball locker und mit feiner Technik ins Tor hob. Nicht nur in dieser Szene war der FCN trotz des tiefen Rasens mit dem Tempo der Gäste heillos überfordert.

          Die Mannschaft von Trainer Michael Köllner kam kaum zur Entlastung. Zwar hatte „Club“-Vorstand Andreas Bornemann seinem Coach vor dem Spiel im „kicker“-Interview nicht zum ersten Mal das Vertrauen selbst für den Fall des Abstiegs in die 2. Liga ausgesprochen. Die Jobgarantie für Köllner zeigte aber zumindest bei der Mannschaft keine Wirkung. Nürnberg spielte insgesamt viel zu behäbig.

          Wirkung zeigte dann aber die Rückkehr der Nürnberger Ultras zur zweiten Halbzeit, die nach ihrem Stimmungsboykott nun wieder in der Nordkurve sangen - und wenig später sogar völlig überraschend jubeln durften. Nach einer unglücklichen Abwehraktion der Gäste landete der Ball beim vorgerückten Margreitter, dessen von Dominik Kohr abgefälschter Schuss unhaltbar für Bayer-Keeper Lukas Hradecky ins Tor ging.

          Dennoch blieben die Gäste auch nach dem Rückschlag besser. Doch schon vor dem Ausgleich scheiterte Brandt (50.), anschließend gelang auch Kevin Volland (75.) nicht der Siegtreffer. Stattdessen hätte Adam Zrelak (88.) Bayer fast noch bestraft, scheiterte aus spitzem Winkel aber an Hradecky.

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