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4:0 in Köln : Leverkusen schießt sich warm für den Gipfel

  • -Aktualisiert am

Auch der frühere Kölner Florian Wirtz traf für Leverkusen im Derby. Bild: AFP

Am letzten Bundesliga-Spieltag des Jahres kommt es zum Topduell des Ersten aus Leverkusen mit dem Zweiten aus München. Bayer zeigt beim Vorspiel seine ganze Klasse und gewinnt das Derby in Köln deutlich.

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          Es ist angerichtet für das große Spiel am kommenden Samstagabend zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern. Die Werkself empfängt den Rekordmeister nach einem wahrlich beeindruckenden 4:0-Sieg beim 1. FC Köln als Tabellenführer, und nicht nur das: Das Ensemble von Trainer Peter Bosz ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Sie spielen immer beeindruckender, technisch hoch ambitioniert, selbstbewusst, voller individueller Kunstfertigkeit und vor allem: spektakulär offensiv. Der 1. FC Köln erlebte eine Demonstration der Macht des Rivalen von der anderen Rheinseite.

          Bundesliga

          Erstmals seit rund sechs Jahren war Bayer 04 seit dem vorigen Wochenende wieder Tabellenführer und musste diese Position nun verteidigen. „Es war schwierig, da hinzukommen, aber es wird noch schwieriger, da zu bleiben“, hatte Trainer Peter Bosz vor der Partie erklärt. Als der Ball dann rollte, sah das Spiel der Leverkusener jedoch verblüffend einfach aus. Die Dominanz war in vielen Phasen geradezu erdrückend.

          Nach sechs Minuten hatten sie sich bereits drei Ecken erspielt, während die Kölner praktisch noch gar nicht aus der eigenen Hälfte herausgekommen waren. Das frühe 0:1, das Mitchell Weiser nach einer schwachen Kopfballabwehr von Sebastiaan Bornauw per Volleyschuss erzielte, war nur folgerichtig. Der Rechtsverteidiger durfte spielen, weil Kapitän Lars Bender seinen Arbeitstag aufgrund von muskulären Problemen im Oberschenkel während des Aufwärmens noch vor dem Anpfiff beendet hatte. Geschwächt wirkten die Leverkusener dadurch nicht.

          Die Mannschaft spielt derzeit beflügelt von den Kräften des Erfolges, dagegen waren die Gegenmittel, die die Kölner ersonnen hatten, wirkungslos. „Viele Mannschaften haben sich zuletzt stark nach Leverkusen ausgerichtet, und wir wollen uns vielleicht ein bisschen auf uns konzentrieren“, hatte der Kölner Trainer Markus Gisdol angekündigt und eigene „fußballerische Lösungen“ in Aussicht gestellt. Es dauerte ziemlich lange, bis der FC das Spiel zum ersten Mal etwas tiefer in die Leverkusener Hälfte verlagerte, prompt wurden sie ausgekontert. Moussa Diaby kam noch vor der Mittellinie an den Ball und traf nach einem 40-Metersprint lässig zum 0:2 (10.).

          Alle paar Minuten erspielte sich die Werkself während dieser beeindruckenden ersten halben Stunde eine neue Großchance, Köln war völlig überfordert mit dem Tempo von Bayer 04. Nach 35 Minuten fabrizierte Jannes Horn aufgrund seines Tempodefizits gegenüber Leon Bailey ein Foul an der Schwelle zur Notbremse, Schiedsrichter Tobias Stieler beließ es nach Ansicht der TV-Bilder aber bei Gelb. Das war Glück für die Kölner, aber auch so blieb Bayer das deutlich bessere Team.

          Kurz vor der Pause stellte Gisdol dann seine Abwehr von einem Fünferketten-System auf eine Viererkette um, was das Konstrukt ein wenig stabilisierte. Bayer 04 fiel es nun etwas schwerer, das Spiel aufzubauen, Tore schoss trotzdem weiterhin Leverkusen. Nach einem langen Ball von Nadiem Amiri flankte Diaby ins Zentrum, wo Patrik Schick zum 0:3 vollendete (54.). Und fünf Minuten später traf der immer noch erst 17 Jahre alte Florian Wirtz nach einem hübschen Spielzug mit einem Chip zum 4:0.

          Nun konnten die Leverkusener ein paar Ressourcen für das große Spiel am Samstag schonen, und für den FC gab es auch noch einen kleinen Trost: Erstmals nach seiner schweren Nackenverletzung vom zweiten Spieltag kam Kapitän Jonas Hector wieder für einige Minuten zum Einsatz. „Wir haben gerade einen Lauf, und den wollen wir am Samstag fortsetzen“, sagte Leverkusens Torschütze Weiser. „Wenn wir schon oben stehen und so ein Duell haben, wollen wir auch drei Punkte.“

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