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1:0 gegen Mainz : Die „kleine Erbse“ erlöst Leverkusen

  • Aktualisiert am

Der Mann des Abends: Javier „Chicharito“ Hernandez trifft für Bayer. Bild: dpa

Nach drei Niederlagen am Stück und 411 Minuten ohne Tor gelingt Bayer gegen Mainz wieder einen Sieg. In einer schwachen Partie erzielt Neuzugang Chicharito seinen ersten Treffer für die Leverkusener.

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          Neuzugang Javier Hernandez hat Bayer Leverkusen erlöst. Mit seinem ersten Bundesligator zum 1:0 (0:0)-Sieg gegen den FSV Mainz 05 beendete der mexikanische Fußball-Nationalspieler die Bayer-Torflaute nach 411 Minuten und sorgte nach drei Niederlagen in Serie für das ersehnte Erfolgserlebnis. In einer über weite Strecken schwachen Bundesliga-Partie belohnte sich die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt für ihre deutliche Steigerung nach der Pause selbst. Der Arbeitssieg der Werkself war am Ende hochverdient.

          Vor 24.805 Zuschauern in der BayArena, unter ihnen der frühere Bayer-Trainer Berti Vogts, traf „Chicharito“ in der 69. Minute aus 17 Metern. Hakan Calhanoglu fälschte seinen Schuss noch ab, Gäste-Keeper Loris Karius hatte keine Chance. Nach dem 6. Spieltag hat Leverkusen ebenso wie Mainz nun neun Punkte auf dem Konto.

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          Auch Rudi Völler war am Ende erleichtert, selbst wenn noch nicht alles rund lief. „Aber die Mannschaft hat sich unwahrscheinlich bemüht. Wir hatten die Mainzer vor allem in der ersten Halbzeit voll im Griff und haben verdient gewonnen“, lobte der Bayer-Sportchef. Für FSV-Kapitän Julian Baumgartlinger war vor allem die Leistung vor der Pause inakzetabel. „In der zweiten Halbzeit haben wir es etwas besser gemacht, aber im Endeffekt ist es schon verdient für Leverkusen“, sagte der Österreicher. „Wir treffen das Tor nicht - das macht schon den kleinen Unterschied.“

          Am Samstag müssen die Bayer-Kicker nach Bremen, und am kommenden Dienstag wartet mit dem Champions-League-Sieger FC Barcelona ein ganz dicker Brocken. Auch Mainz trifft am Samstag schon wieder auf einen Königsklassen-Teilnehmer: Rekordmeister Bayern München.

          Viel ging in der Startphase auf beiden Seiten nicht, erst in der 8. Minute erreichte der erste Bayer-Schuss das Mainzer Tor: Doch Calhanoglus Flachschuss war nicht wirklich gefährlich, Karius packt sich den Ball im Nachfassen. Der Weitschuss von Wendell (23.) zischte knapp vorbei, Calhanoglus Versuch wird zur Ecke abgefälscht (35.)., Karius klärt gegen Karim Bellarabi (38.). Bayer wurde dominanter und hatte deutlich mehr Ballbesitz.

          Dennoch spürte man die Verunsicherung in der Heimelf nach drei Niederlagen und 0:7 Toren, vor allem vor dem Sechzehner blieb vieles Stückwerk. Die Mannschaft wirkte nach den zahlreichen personellen Wechseln noch nicht eingespielt. Bei den zahlreichen Rückpässen gab es dann sogar die ersten Pfiffe von den Rängen. Und kurz vor der Pause fast die Führung: Nach einer abgefälschten Flanke von Christoph Kramer senkte sich der Ball hinter Karius fast ins Mainzer Tor, Niko Bungert klärte per Kopf auf der Linie (45.). Und das Hawk Eye klärte auf: kein Tor.

          Mainz blieb in der schwachen ersten Halbzeit fast alles schuldig - vor allem in der Offensive lief beim FSV gar nichts zusammen. Dabei hatte Gäste-Trainer Martin Schmidt jenen elf Spielern vertraut, die 3:1 gegen Hoffenheim gewannen. Doch die Rheinhessen lauerten nur auf Konter - und der gefährlichste hätte ihnen fast die unverdiente Führung eingebracht (32.). Die Halbzeit-Statistik sprach Bände: 63 Prozent Ballbesitz für Bayer - und 13:0 Torschüsse. Den ersten gaben die Gäste in der 49. Minute ab - Christian Clemens zielte ans Außennetz.

          Nach einem schnellen Konter versuchte es Neuzugang Javier Hernandez aus nahezu unmöglichem Winkel (53.). Und bei Calhanoglus Flachschuss hatte Karius Glück, dass der Abpraller keinen Abnehmer fand (57.), Bellarabi traf das Außennetz (58.). Bayer drückte auf das 1:0 - doch fast wäre Mainz völlig unverdient in Führung gegangen: Bayer-Keeper Bernd Leno rettet in letzter Sekunde gegen den völlig freien Yunus Malli (62.), der gegen Hoffenheim noch drei Treffer erzielt hatte.

          Kramer traf dann in der 89. Minute nur den Pfosten. „Die Mainzer sind in einer guten Verfassung. Wir waren das zuletzt nicht. Es ist an der Zeit, das zu ändern“, hatte Rudi Völler im Stadionheft gefordert. Und die Mannschaft beherzigte den Wunsch ihres Sportchefs.

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