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Leverkusen gegen Mainz : Wirtz macht’s für 04 gegen 05

  • Aktualisiert am

Erfolgreich durchgesetzt: Florian Wirtz (links) trifft gegen Mainz. Bild: dpa

Er ist jetzt der jüngste Bundesligaspieler mit zehn Toren: Nationalspieler Florian Wirtz trifft für Bayer 04 Leverkusen gegen Mainz 05 und jubelt später auch über den Sieg im Bundesligaduell.

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          Bayer Leverkusen hat sich dank Florian Wirtz in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga festgesetzt. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane stoppte aufgrund des Treffers des 18 Jahre alten Jungstars (62.) im Verfolgerduell den Lauf der Überraschungsmannschaft FSV Mainz 05 und siegte mit 1:0 (0:0).

          Bundesliga

          U21-Europameister Wirtz avancierte mit seinem Tor zum jüngsten Bundesligaspieler mit zehn Treffern, damit löste er Köln-Urgestein Lukas Podolski ab. Durch den vierten Sieg im sechsten Saisonspiel verbesserte sich die Werkself vorübergehend auf Platz zwei. Für Mainz, das zuvor sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen geholt hatte, war es die zweite Niederlage.

          „Ein geiler Zocker. Wahrscheinlich macht er jede Woche eine Geschichte. Er macht das überragend“, sagte Bayer-Kapitän Lukas Hradecky zu Florian Wirtz. Der finnische Nationaltorhüter konnte besonders zufrieden sein, weil er mit einer Glanzparade den Kopfball des eingewechselten Mainzers Marcus Ingvartsen in der 89. Minute entschärfte –und damit Wirtz und seiner Mannschaft die drei Punkte rettete. 

          „Er ist klar im Kopf“

          „Ich kann Bayer Leverkusen nur zum Sieg gratulieren. Wir hatten 70 gute Minuten und 20 schlechte“, sagte der Mainzer Trainer Bo Svensson mit Blick auf den ersten Teil der zweiten Hälfte. Der FSV-Coach hatte für das Spiel kurzfristig Daniel Brosinski für Alexander Hack bringen müssen. Hack war am Freitag trotz doppelter Impfung positiv auf Corona getestet und in Quarantäne geschickt worden. Schon wieder ein Fall in Mainz. „Das ist ärgerlich, aber wir hatten ja schon Erfahrung und können es nicht ändern“, sagte Svensson.

          Der eher analytische Trainer Gerardo Seoane verstieg sich nicht in Elogen, aber seine Eindrücke hätten den Auftritt des Talents Florian Wirtz nicht besser darstellen können. „Er ist klar im Kopf, trifft sehr gute Entscheidungen, hat Entschlossenheit im Abschluss und behält die Übersicht. Das sind tolle Qualitäten“, sagte der neue Bayer-Trainer und ergänzte: „Bei ihm finde ich herausragend, dass er wie die Mannschaft in der zweiten Halbzeit eine Leistungssteigerung zeigen konnte.“

          Beide Mannschaften suchten vor 16.624 Zuschauern in der Anfangsphase den Weg nach vorne. Gefährlich wurden die Mainzer. Erst war Bayer-Keeper Lukas Hradecky gegen Dominik Kohr zur Stelle (11.), dann eine Minute später bei einem Kopfball von Stefan Bell nach einer Ecke.

          Es entwickelte sich ein Duell mit mehr Anteilen für Mainz. Deshalb nutzte Seoane nach rund 20 Minuten eine kurze Unterbrechung und versorgte Demirbay und Karim Bellarabi mit taktischen Anweisungen. Die nächste Chance hatte trotzdem Mainz. Der auf der linken Seite oft angespielte und auffällige Jonathan Burkardt verzog jedoch freistehend.

          „Die nach Bayern die zweit- oder drittschwierigste Aufgabe, die es in der Bundesliga momentan gibt“ (Svensson) löste Mainz bis zu diesem Zeitpunkt exzellent, vor allem defensiv. Erst im Gegenzug erspielte sich Leverkusen die erste Chance, die direkt in einem Tor resultierte. Schiedsrichter Bastian Dankert entschied zu Recht wegen einer Abseitsstellung des tschechischen Nationalstürmers Patrik Schick auf Abseits. Zuvor hatte Jeremie Frimpong den Pfosten getroffen.

          Leverkusen wurde erst in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit offensiver. Erst schoss Wirtz knapp vorbei (33.), dann scheiterte Mitchel Bakker mit einem Distanzschuss an Mainz-Torhüter Robin Zentner (37.).

          Die erhöhte Schlagzahl nahmen die Rheinländer mit in die zweiten Halbzeit. Moussa Diaby (51.) und Bellarabi (53.) scheiterten mit besten Chancen am glänzend aufgelegten Zentner. Dann stand der formstarke Wirtz bei seinem vierten Saisontreffer richtig und schob überlegt ins lange Eck ein.

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