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2:0 gegen Mainz : Bailey ebnet Leverkusen wieder den Weg

  • -Aktualisiert am

Applaus, Applaus: Leon Bailey trifft wieder für Bayer Leverkusen. Bild: dpa

Bayer Leverkusen gewinnt das Spiel gegen Mainz 05 und rückt auf Rang zwei vor. Leon Bailey ist einmal mehr der Wegbereiter zum Erfolg. Die Rheinhessen bleiben auswärts sieglos.

          Den Leverkusenern hatte es zuletzt gefallen, als Tabellenzweiter das Feld der Mannschaften anzuführen, die in einer anderen Liga zu spielen scheinen als der FC Bayern. Und offenbar will Bayer diesen Platz auch nicht so schnell wieder hergeben. Dank der Tore von Tore Leon Bailey (48.) und Wendell (68.) besiegte die Werkself den harmlosen Abstiegskandidaten Mainz hochverdient und unterstrich damit die Ambitionen, sich am Saisonende direkt für die Champions League zu qualifizieren.

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          „Hier wächst was Großes heran, wir spielen eine Supersaison“, sagte Julian Brandt, dessen Vertragsverlängerung in Leverkusen in Kürze erwartet wird. Der frühere Leverkusener und heutige Mainzer Giulio Donati, der sich früh das Nasenbein brach, aber bis zum Schlusspfiff durchhielt, sah den gegnerischen Sieg als verdient an. „Wir haben eine Halbzeit lang gut verteidigt, aber der Sieg für Leverkusen geht in Ordnung, weil wir nach vorne nicht viel machen konnten.“

          In einer einseitigen Partie zeigten die Leverkusener sich von Beginn an (optisch) dominant. Allerdings fehlte es ihnen in der ersten Hälfte noch an Ideen und Impulsen, die ihrem Anrennen den nötigen Pfiff gegeben hätten. Die meisten Vorstöße kamen über das Stadium des Versuchs nicht hinaus. Gegen die gut organisierte, fleißige Mainzer Abwehr war vor allem Geduld gefragt. Erst in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs bot sich eine große Chance für Bayer, aber Alarios Kopfball verfehlte knapp das Ziel. Die Richtung stimmte aus Leverkusener Sicht von Anfang an, kurz nach dem Seitenwechsel stimmte auch das Ergebnis. Bayer spielte nun gefälliger und gefährlicher. Baileys Führungstor hätte Brandt wenige Minuten später fast schon den zweiten Treffer folgen lassen.

          Die Mainzer mussten Schwerstarbeit verrichten, um das eigene Tor einigermaßen zu sichern, und stießen dabei an Grenzen. Verteidiger Donati etwa wusste sich im Zweikampf mit Alario im Strafraum nur mit einem Foul zu helfen. Wendell nutzte den Elfmeter, um auch im Ergebnis eindeutige Verhältnisse zu schaffen.  „Das war ein sehr leichter Kontakt. Ich habe den Schiri nach dem Videobeweis gefragt“, sagte Donati. Der Unparteiische nahm sich den Rat freilich nicht zu Herzen und blieb zurecht bei seiner Entscheidung. Entsprechend war die Partie gegen Mainz entschieden. „Ich fand die erste Halbzeit schon ansprechend. Nach dem 0:1 haben wir nicht mehr ins Spiel gefunden“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder. „Wir haben offensiv gewechselt, müssen uns aber mehr zutrauen und ballsicherer sein.“

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          Der mit dem FC Bayern München in Verbindung gebrachte Leverkusener Nationalspieler Julian Brandt hat derweil noch keine Entscheidung über seine Zukunft getroffen. „Ich sehe, dass hier was Supergroßes ranwächst“, sagte Brandt am Sonntag dem TV-Sender Sky. Der 21-Jährige wollte sich allerdings nicht festlegen, auch nach Ablauf seines Vertrages im nächsten Jahr für Leverkusen zu spielen. „Wir sind in offenen Gesprächen“, sagte Brandt. „Es ist jetzt nicht so, dass ich gesagt habe, ich lasse meinen Vertrag auslaufen, und dann war es das“, erläuterte Brandt seine Überlegungen. „Ich war immer relativ offen zum Verein.“

          Brandt steht seit der Saison 2013/14 bei Leverkusen unter Vertrag, sein Vertrag soll vorsehen, dass er im Sommer dank einer Ausstiegsklausel für angeblich 12,5 Millionen Euro wechseln darf. „Bayer hat mir sehr, sehr viel Zeit gegeben. Jetzt ist der Stand, dass wir in Gesprächen sind. Und dann gucken wir einfach mal, was dabei rauskommt“, sagte Brandt.

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