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1:3 gegen Leverkusen : Leipziger Auf und Ab

  • Aktualisiert am

Leipzigs Dominik Szoboszlai reagiert enttäuscht nach seinem verschossenen Elfmeter Bild: dpa

Auch die letzte große Chance gegen Leverkusen kann Leipzig nicht nutzten und verliert 1:3. Die Leipziger Leistungsschwankungen dauern an.

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          Keine Fans, keine Stimmung, keine Punkte: Bei der Rückkehr der Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga hat RB Leipzig den nächsten Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze kassiert. Vor leeren Rängen in der Red Bull Arena verlor der von Co-Trainer Achim Beierlorzer betreute Vizemeister gegen Bayer Leverkusen zum Abschluss des 13. Spieltags verdient mit 1:3.

          Bundesliga

          Enorme Leistungsschwankungen bleiben Leipzigs großes Manko in der laufenden Saison. Vier Tage nach dem souveränen Klub-Rekordsieg im Europapokal verpasste RB die Chance, in der Bundesliga am direkten Konkurrenten Leverkusen vorbeizuziehen und ist nur Achter. Bayer verbesserte sich mit dem siebten Saisonsieg auf Platz drei und liegt auf Champions-League-Kurs.

          Jung-Nationalspieler Florian Wirtz, Moussa Diaby  und Jeremie Frimpong  trafen für Leverkusen. Andre Silva erzielte den zwischenzeitlichen Anschluss für Leipzig. Dominik Szoboszlai setzte einen Handelfmeter an den Pfosten.

          Wegen der rasant steigenden Coronazahlen hatte die sächsische Landesregierung unter anderem ein Zuschauerverbot für den Profisport verhängt. Die Maßnahme gilt mindestens bis zum 12. Dezember. „Die Emotionalität der Fans fehlt uns brutal“, hatte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff vor dem Anpfiff bei DAZN gesagt: „Natürlich ist es sportlich und wirtschaftlich ein großer Nachteil.“

          RB ist darüber hinaus auch in der Mannschaft akut von der Pandemie betroffen. Trainer Jesse Marsch wurde wegen eines positiven Tests erneut von Beierlorzer an der Seitenlinie vertreten. Von den Spielern sind zudem Willi Orban, Yussuf Poulsen, Hugo Novoa und Mohamed Simakan betroffen. Auch Kapitän und Torhüter Peter Gulacsi fehlte nach seinem Befund am vergangenen Dienstag weiterhin.

          Dass Leipzig ungeachtet der widrigen Umstände zu einer Trotzreaktion imstande ist, hatte das Team unter der Woche beim überragenden Champions-League-Sieg beim FC Brügge (5:0) bewiesen. Gegen Bayer wollte Leipzig nachlegen.

          RB begann erneut engagiert und mühte sich nach Ballgewinnen um ein schnelles Umschalten. Im letzten Drittel agierte Leipzig aber zu ungenau, auch, weil Leverkusen früh störte und aufmerksam verteidigte. Ein erster Schock blieb folgenlos: Diabys Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt.

          Nach einer ausgeglichenen Phase wurde Leverkusen immer stärker. Die Werkself fand Räume und wurde insbesondere über die schnellen Außen immer wieder gefährlich. Der starke Wirtz und Diaby belohnten Leverkusens Spielfreude. Leipzig hatte nur eine größere Chance durch Josko Gvardiol.

          Nach dem Seitenwechsel zog sich Bayer noch weiter zurück und lauerte auf Konter. Leipzig spielte sich zumeist am Strafraum fest, zwingende Aktionen waren Mangelware. Eine der wenigen Möglichkeiten nutzte Silva per Kopf zum Anschluss. Den erhofften Aufschwung bremste Frimpong mit seinem ersten Bundesligatreffer prompt aus. Leverkusen blieb die gefährlichere Mannschaft. Diaby  traf den Pfosten. Szoboszlai hätte es noch einmal spannend machen können.

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