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3:0 in Bremen : Leipzig bleibt Tabellenführer

So einfach geht es: Marcel Sabitzer nach seinem Freistoßtor. Bild: AFP

RB Leipzig bleibt auf Kurs: Auch in Bremen dominiert das Team von Julian Nagelsmann. Nur die Torausbeute und eine strittige Gelb-Rote Karte für Laimer trüben die Freude. Werder kann die vielen Ausfälle nicht kompensieren.

  • -Aktualisiert am
          1 Min.

          Julian Nagelmanns Applaus war nachvollziehbar. Das dritte Leipziger Tor an diesem Abend in der 83. Minute ließ die Kräfte Werders erlahmen, und der RB-Coach durfte sich mit seiner Mannschaft über dieses verdiente 3:0 in Bremen freuen. Den Weg zurück zur Tabellenspitze ebnete Leipzig mit einer effizienten ersten Halbzeit. Präsent in Mittelfeld, gefährlich durch Standards und meistens wachsam, wenn Werder mal konterte: So kamen die Leipziger zu einer komfortablen 2:0-Pausenführung. Erst war es Willi Orban, der nach einem Eckball Christopher Nkunkus vor Theodor Gebre Selassie an den Ball kam und Jiri Pavlenka im Bremer Tor keine Abwehrmöglichkeit ließ (13. Minute).

          Bundesliga

          Leipzig erspielte sich zwar nicht Chance auf Chance, drängte Werder aber tief in die eigene Hälfte. Die Bremer suchten ihr Glück in einer ungewohnten Konteranordnung, die den vielen Verletzten geschuldet war. Doch mehr als Davy Klaassens gute Möglichkeit zu einem Treffer sprang nicht heraus – kurz vor der Pause schoss er den vor der Linie stehenden Dayot Upamecano an. Da führten die Leipziger aber schon 2:0, denn der umsichtige Marcel Sabitzer hatte den Freistoß nach Foul an ihm gekonnt über die Mauer ins Tor geschlenzt (35.) „Es hat heute wieder richtig Spaß gemacht“, sagte Sabitzer. „Der Trainer gibt uns immer einen Superplan mit.“ Das dritte Tor schoss Marcelo Saracchi, als Leipzig nur noch zu zehnt war.

           Verletzungspech bremst Werder

          „Es wird in 56 Jahren Bundesliga noch keine Mannschaft gegeben haben, die so viel Verletzungspech hatte wie wir gerade“, sagte Werders Stadionsprecher vor dem Anpfiff mit Mut zum Maximalen. Zu den Stammkräften Veljkovic, Augustinsson, Moisander hatten sich am Mittwoch und Freitag auch noch Osako und Füllkrug gesellt. Füllkrug erlitt bei einem Zusammenprall mit Benjamin Goller im Abschlusstraining einen Kreuzbandriss. Infolge zweier Verwarnungen bei Union Berlin musste auch Nuri Sahin gesperrt zuschauen.

          Strittige Entscheidung: Konrad Laimer (rechts) sieht Gelb-Rot nach einem Handspiel.

          Natürlich blieb diese Schwächung nicht folgenlos. Es ging von Beginn an mehr um Absicherung und Konter für Werder. Leipzig ließ vier Tage nach dem 2:1 in der Champions League bei Benfica Lissabon kaum etwas zu, war wach, bissig und bekam das Spiel nach fünf guten Bremer Minuten in den Griff. Sabitzer schob an, Werner wich auf die Außenbahnen aus und band Gegenspieler an sich, vorn war fast immer ein Leipziger frei - dieser Gegner verlangte Werder defensiv alles ab.

          Nach dem Wechsel verpasste Leipzig leichtfertig den dritten Treffer und musste ab der 65. Minute ohne Konrad Laimer auskommen, der nach Foul und Handspiel mit Gelb-Roter-Karte ausschied.

          Frust bei Werder:  Jiri Pavlenka musste im Bremer Tor dreimal hinter sich greifen.

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