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3:2 gegen Augsburg : Lasogga haucht dem HSV neues Leben ein

  • -Aktualisiert am

Fingerzeig im Abstiegskampf: Pierre-Michel Lasogga trfft doppelt beim HSV-Sieg gegen Augsburg Bild: dpa

Der „Dino“ ist aufgewacht: Nach sechs Spielen ohne eigenen Torerfolg trifft der HSV gleich dreimal gegen Augsburg. Die Treffer reichen, um auf Relegationsrang 16 vorzurücken.

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          Nur drei der 51 Teams, die fünf Spieltage vor Schluss das Tabellenende der Bundesliga zierten, erreichten im Saison-Endspurt noch das rettende Ufer – zwei weitere immerhin das Hintertürchen namens Relegation. Die Lage des Hamburger SV, der als Achtzehnter in die Partie gegen den FC Augsburg ging, ist also statistisch einigermaßen aussichtslos. Der 3:2-Sieg vom Samstagnachmittag lässt allerdings die Hoffnung zurückkehren.

          In der ersten Heimpartie unter Neu-Trainer Bruno Labbadia erkämpfte sich der HSV durch Treffer Lasoggas (2) und von Olic bei Gegentoren von Werner und Bobadilla den ersten Sieg seit dem 7. Februar. Der kräftezehrende Erfolg in einer aufregenden Partie, die allenthalben als „letzte Chance“ bezeichnet wurde, lässt den HSV vier Spieltage vor Schluss zumindest bis zur PArtie des SC Paderborn gegen Werder BRemen am Sonntag auf Relegationsrang 16 vorrücken. Augsburg konnte den Schalker Patzer vom Freitagabend in Mainz hingegen nicht im Kampf um einen Europa-League-Platz ausnutzen.

          20 lange vermisste Minuten

          Labbadia hatte überraschend auf Petr Jiracek verzichtet und stattdessen Ivo Ilicevic für den gelbgesperrten Holtby spielen lassen. In einer offensiven Dreier-Reihe lief Ilicevic neben Stieber und Olic auf. Hinten kehrte Djourou nach seiner Sperre zurück; Cleber fehlte verletzt. Der gesperrte Behrami wurde durch Kacar ersetzt. Wie in der gesamten Rückrunde also jede Menge Umbau beim HSV – diesmal allerdings zunächst nicht zum Nachteil.

          Nase knapp vorn: Der HSV schlägt Augsburg Bilderstrecke

          Denn das waren 20 Minuten, wie es sie seit langem nicht mehr zu sehen gab in Hamburg. Kampfstark und engagiert, passsicher und torgefährlich trat der HSV gegen offenbar überraschte Augsburger auf und lag nach 19 Minuten 2:0 in Führung – zwei Chancen Lasoggas hätten den Zwischenstand sogar noch höher schrauben können. Die als Spiel der letzten Chance beschriebene Partie begann nach Maß, weil der FCA den Anfang regelrecht verschlief. Heiko Westermanns Vorlage nutzte in der 11. Minute Zsoltan Stieber, dessen Schuss von Olic derart abgelenkt wurde, dass er ins Tor rollte. Sechs Partien ohne Hamburger Tor hatte es zuvor gegeben; der letzte Treffer war beim 1:2 in Frankfurt am 28. Februar gefallen. Es war mithin Olics erster Treffer, seit ihn der HSV im Januar vom VfL Wolfsburg gekauft hatte.

          Befreit von dieser Last, legte der HSV sogar einen zweiten Treffer nach: Matthias Ostrzoleks Flanke fand Pierre-Michel Lasogga, der köpfte aus wenigen Metern einen Aufsetzer zur deutlichen Führung ein. Augsburgs Ragnar Klavan hatte sich verschätzt (19. Minute). „Niemals zweite Liga“, dröhnte es durch die Arena. Die Hamburger Fans waren endlich einmal wieder zufrieden mit ihren Spielern. Und Augsburg zeigte zunächst sein Auswärtsgesicht – die vergangenen vier Partien in der Fremde hat Trainer Markus Weinzierls Team alle verloren.

          Augsburg schlägt zweimal zurück

          Doch das Gefühl der Hamburger Überlegenheit war trügerisch. Der FCA legte den Schalter um, griff früher an – und war sofort im Spiel. Als in der 24. Minute die ganze Hamburger Abwehr nach Tobias Werners Freistoßflanke schlief, konnte Raoul Bobadilla ungehindert einköpfen. Das 2:1, sein neuntes Saisontor, war gleichbedeutend mit großer Verunsicherung seitens des HSV. Es begann viel zu früh ein wilder Kampf um den kleinen Vorsprung, während Augsburg nun zeigte, warum es um die Qualifikation für die Europa League kämpft. Der FCA schnürte die Hamburger noch vor der Pause ein, und der HSV hatte Glück, dass Schiedsrichter Tobias Welz bei zwei Szenen gegen Bobadilla auf den Elfmeterpfiff verzichtete. Trotzdem gab es freundlichen Applaus auf dem Weg in die Kabine.

          Im zweiten Durchgang ließ der HSV den Gegner kommen und wartete auf Konter. Einen solchen hätte der agile Ilicevic beinahe zum 3:1 genutzt, doch seinen Kopfball nach Lasoggas schöner Flanke wehrte Marwin Hitz in der 65. Minute ab. Der HSV machte seine Sache eigentlich ganz gut, verpasste aber zunächst den erleichternden dritten Treffer – und musste in der 69. Minute den Ausgleich durch Tobias Werner nach einem Konter hinnehmen. Abermals Lasogga gelang im Gegenzug das 3:2. Der Rest war eine Hamburger Nervenschlacht.

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