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Krise beim „Big City Club“ : Berliner Zäsur

Nicht länger bei der Hertha: Michael Preetz Bild: EPA

Trotz vieler Investorenmillionen geht es mit Hertha BSC bergab. Nun müssen Trainer und Manager gehen. Der doppelte Neustart ist wohl die letzte Chance, den Muff aus dem Altberliner Klub zu vertreiben.

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          Eine 1:4-Niederlage gegen Werder Bremen und der Sturz auf den vierzehnten Tabellenplatz war am ersten Rückrundenspieltag des Jahres 2021 genug, um die Ära von Michael Preetz bei Hertha BSC über Nacht zu beenden. Dem ehemaligen Nationalspieler, der in seinen rund zwölf Jahren als Sport-Geschäftsführer den Weg des Hauptstadtklubs wie kein anderer bei Hertha BSC geprägt hat, traute der Klub nach all den Jahren nicht mehr zu, diese reizvolle Aufgabe tatsächlich noch zu einem erfolgreichen Ende bringen zu können. Die Trennung von Trainer Bruno Labbadia, der erst im April 2020 zur Hertha gekommen war, gehorcht dagegen nur den üblichen Mechanismen im Profifußball, wenn die Abstiegsränge nach mehreren enttäuschenden Ergebnissen immer näher kommen.

          Bundesliga

          Die plötzliche Trennung von Preetz ist auch deswegen eine Zäsur, weil die Hertha ihrem ehemaligen Mittelstürmer als sportlichem Verantwortlichen so viel Zeit gegeben hatte, aus Hertha BSC einen nationalen Topklub zu formen, wie sie kaum ein anderer in der Bundesliga erhalten hätte. Zuletzt war sogar in Berlin genug Geld vorhanden, um aus diesem Langzeitprojekt auch tatsächlich Wirklichkeit werden zu lassen. Doch die jüngsten Resultate erschienen nun nicht mehr nur denjenigen Hertha-Fans zu dürftig, die am Samstag schon vor der Partie im Berliner Olympiastadion für eine Trennung von Preetz auf die Straße gegangen waren. Am Abend zog dann auch der Klub unter dem neuen Vorsitzenden der Hertha-Geschäftsführung den offiziellen Schlussstrich unter die in jeder Hinsicht unvollendete Ära Preetz. Die Hertha machte damit auch den Weg für einen Neuanfang frei beim Hauptstadtklub, der so gerne ein „Big City Club“ wäre, diesem Ziel in den vergangenen Jahren aber nur auf Powerpoint-Präsentationen näher kam.

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