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Fußball-Bundesliga : Beim HSV kracht es auch in der Sommerpause

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„Mit der Entscheidung für Labbadia sollte die Wende zum Besseren eingeleitet worden sein“: Investor Klaus-Michael Kühne Bild: dpa

Nach dem glücklichen Klassenverbleib sollte in Hamburg alles besser werden. Doch anscheinend hat der HSV nichts gelernt. Investor Klaus-Michael Kühne reagiert scharf auf die Kritik an seiner Person.

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          Der Hamburger SV hat wohl nichts gelernt. Auch nach dem glücklichen Klassenverbleib gibt es Zoff beim Bundesligaverein. Dabei wollten doch endlich alle an einem Strang ziehen. Eine gute Woche vor dem Trainingsauftakt für die 53. Saison im Oberhaus ist davon aber nicht viel zu spüren. Diesmal ließ Investor Klaus-Michael Kühne Dampf ab und bot den Verkauf seiner HSV-Finanzanteile an. Das wäre für den klammen Klub fatal.

          Angefangen hatte der Zoff bei der Mitgliederversammlung des Universalsportvereins, als der ehemalige Aufsichtsratschef Ernst-Otto Rieckhoff den HSV-Investor kritisiert hatte. „Was Herrn Rieckhoff dazu bewogen hat, sich jetzt derart negativ zu äußern, ist mir vollkommen rätselhaft“, zitierten Hamburger Medien am Dienstag den in der Schweiz lebenden Milliardär Kühne. Der ebenfalls angezählte HSV-Chefkontrolleur Karl Gernandt schloss einen Rücktritt aus. Der im Kühne-Imperium angestellte Manager sagte: „Auf gar keinen Fall“.

          Der frühere Topfunktionär Rieckhoff, der beim HSV die Ausgliederung der Profi-Abteilung in eine Aktiengesellschaft vorangetrieben hatte, war am 14. Juni hart mit Kühne ins Gericht gegangen. Ein Kritikpunkt war der Verkauf von 7,5 Prozent der HSV-Anteile für 17,5 Millionen Euro an Kühne. „Von einem guten Deal zu sprechen, trifft für Herrn Kühne zu, nicht für den HSV“, sagte Rieckhoff. Er monierte, dass sich der HSV unter Wert verkauft habe.

          „Ich bin gern bereit, meine Aktien an Herrn Rieckhoff oder einen von ihm zu benennenden Dritten zu meinem Einstandspreis, das heißt auf der Grundlage eines Werts von 250 Millionen wieder zu veräußern“, hat Kühne nun angeboten. Kühne betonte, dass er „lediglich aus Sympathie und Begeisterung für den Verein“ hatte helfen wollen.

          Traf sich mit Kühne auf Mallorca: HSV-Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer
          Traf sich mit Kühne auf Mallorca: HSV-Vorstandsvorsitzender Dietmar Beiersdorfer : Bild: dpa

          Nach Informationen der „Bild“ haben sich Trainer Bruno Labbadia und HSV-Chef Dietmar Beiersdorfer mit dem Milliardär unlängst auf Mallorca getroffen. „Es war ein reiner Antrittsbesuch, um sich kennenzulernen. Beide waren auf Mallorca, ich habe sie zusammengebracht. Wir hatten schon während der Saison angekündigt, dass wir das machen wollen. Es war ein sehr angenehmes Treffen“, sagte Beiersdorfer. „Wegen eines Zuschusses haben wir nicht angefragt.“

          Scheinbar haben Beiersdorfer und HSV-Retter Labbadia die Unterstützung von Kühne: „Mit der Entscheidung für Labbadia sollte die Wende zum Besseren eingeleitet worden sein, wobei es stark auf erfolgreiche Spielereinkäufe ankommt, um die Mannschaft gut zu ergänzen“, sagte Kühne der „Bild“.

          Am 1. Juni glückte Trainer Bruno Labbadia in einem dramatischen Finale der Klassenverbleib
          Am 1. Juni glückte Trainer Bruno Labbadia in einem dramatischen Finale der Klassenverbleib : Bild: Reuters

          Der HSV hat sich den Neuaufbau fest vorgenommen, Neuzugänge sind aber noch nicht in Sicht. Als fester Abgang steht dagegen Kapitän Rafael van der Vaart (zu Betis Sevilla/Spanien) fest. Wie der „Kölner Express“ vermeldete, soll auch der Wechsel von Abwehrtalent Jonathan Tah zu Bayer Leverkusen perfekt sein.

          Lasse Sobiech wird beim Stadtrivalen FC St. Pauli, an den er zuletzt verliehen war, einen Zweitliga-Vertrag unterschreiben. Noch offen ist die Situation bei Heiko Westermann, Ivo Ilicevic, Gojko Kacar, Slobodan Rajkovic und Marcell Jansen, deren Verträge Ende Juni auslaufen.

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