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Kovac zur Bayern-Unruhe : „Wir leben!“

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Offensivverteidigung: Niko Kovac geht offen um mit den Nebenschauplätzen bei Bayern München. Bild: dpa

Party-Ärger, Uneinigkeit in der Führungsetage, Rangelei im Training: Bayern-Trainer Niko Kovac geht offen mit den Problemen um. Der Streit zwischen Lewandowski und Coman soll die Bayern nicht vom Meisterweg abbringen.

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          Von „Nebensächlichkeiten“ will sich Niko Kovac auf dem Weg zu seinem ersten Meistertitel mit dem FC Bayern München auf keinen Fall aufhalten lassen. Und darum war der Trainer vor dem Auswärtsspiel des Bundesliga-Tabellenführers beim Überraschungsteam von Fortuna Düsseldorf am Sonntag (15.30 Uhr/ F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und Sky) auch darum bemüht, eine handfeste Rangelei seiner Angreifer Robert Lewandowski und Kingsley Coman auf dem Trainingsplatz nicht zu hoch zu hängen. Man könne die Sache ja auch positiv bewerten, meinte der Coach: „Wir leben!“

          Diese Münchner Vitalität soll am 29. Spieltag auch im Düsseldorfer Stadion zu erleben sein. Torjäger Lewandowski und Flügelstürmer Coman sollen ihre Aggressionen dann nicht mehr aneinander, sondern besser am Gegner auslassen. Denn nach dem furiosen 5:0 im Liga-Gipfel gegen Borussia Dortmund gilt es noch sechs weitere Meisterprüfungen in ähnlichem Stil zu bewältigen. „Wir sind jetzt wieder Tabellenerster - und da wollen wir nicht weg“, verkündete Kovac am Freitag.

          „Hauchdünn“ sei der Vorsprung auf den BVB, mahnte der Coach. Die Rechnung sei simpel: „Wir wollen Meister werden. Wenn wir die sechs verbleibenden Spiele gewinnen, kann der BVB machen, was er will.“ Die Borussia muss am Samstagabend gegen den FSV Mainz 05 vorlegen.

          Rätsel um die Zukunft

          An den 24. November 2018 haben Kovac und seine Stars schlechte Erinnerungen. Das 3:3 gegen Düsseldorf war der Tiefpunkt der Saison. Von einer „Zäsur“ sprach Kovac am Freitag: „Wir haben daraus alle zusammen die richtigen Schlüsse gezogen.“ Präsident Uli Hoeneß war nach dem 3:3 des dreifachen Fortuna-Torschützen Dodi Lukebakio in der Nachspielzeit „völlig down“. Kovacs Job war akut gefährdet.

          Selbst jetzt, nach dem großen Sieg gegen Dortmund und trotz der Aussicht auf Meisterschaft und Pokalgewinn, wird in München weiter eifrig über die Zukunft des Trainers gerätselt.

          Kovac nerven die vielen Themen abseits seines Kerngeschäftes als Fußballtrainer. „Ich kann nicht immer meinen Senf dazu geben“, sagte er. „Ich bin hier angestellt, um Ziele zu erreichen.“ Zwei Titel sind noch möglich. „Wir haben nur noch Finals, das wissen wir“, erklärte Kapitän Manuel Neuer. Dortmund lauert in der Bundesliga trotz der 5:0-Gala im direkten Duell weiterhin im Rückspiegel. „Wir sind einen Punkt vor, der Zweikampf geht weiter“, bemerkte Lewandowski.

          Lukebakio weckt Erinnerungen

          Unter sechs Augen hat Kovac mit dem Torjäger und Coman den Disput der beiden Profis beim Training am Donnerstag besprochen. „Das ist unter Männern geregelt worden“, berichtete der Coach. Der Vorfall habe keine disziplinarischen Konsequenzen für die Spieler. „Es wird keine Geldstrafe geben, weil die Jungs einsichtig waren“, sagte Kovac.

          In Düsseldorf dürfte Kovac das Duo wieder gemeinsam aufbieten. Neben Corentin Tolisso und Arjen Robben dürfte auch der erkrankte Franck Ribéry ausfallen. Das bittere 3:3 aus dem Hinspiel hat Kovac „noch vor Augen“. Konter verhindern, laute die „Prämisse“ fürs Rückspiel.

          Vor allem Fortunas Belgien-Duo Lukebakio und Benito Raman, das zusammen auf 17 Saisontore kommt, muss die Münchner Defensive stoppen. „Wir wollen gutmachen, was wir im Hinspiel verbockt haben“, kündigte Kovac an: „Jetzt werden die Titel verteilt. Da muss man mental stark sein, die Spannung darf nicht abfallen.“

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