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Wüstefeld-Rückzug beim HSV : Auf den Leim gegangen

  • -Aktualisiert am

Thomas Wüstefeld. Massive Vorwürfe und Zweifel Bild: dpa

Der Hamburger SV hatte auf Thomas Wüstefeld als Vorstand und Sanierer gehofft. Das ist gründlich schiefgegangen. Versagt haben dabei auch die Kontrollorgane.

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          Zuletzt hatte Jonas Boldt nur eines tun müssen: abwarten. Und das tat der Sportvorstand des Hamburger SV. Er konzentrierte sich auf den Fußball, war auffällig nah an der Mannschaft, was immer gut kommt, wenn es so läuft wie derzeit – vor dem Spiel am Freitag in Hannover ist der HSV Tabellenführer. Andere Felder überließ Boldt dem zweiten Vorstand, dem für die Finanzen verantwortlichen Thomas Wüstefeld. Es wirkte, als vertraue Boldt darauf, dass sich Wüstefeld schon immer tiefer in seine Widersprüche verstricken und irgendwann unhaltbar sein würde. Die beiden halten wenig voneinander, nur mühsam erreichten sie eine Arbeitsebene. Wüstefeld hatte jüngst Boldts Ablösung gefordert; nur ohne ihn werde er weitermachen, dann in Gesamtverantwortung.

          2. Bundesliga

          Dazu wird es jetzt nicht mehr kommen. Am Mittwochabend informierte der HSV, dass Wüstefeld dem Aufsichtsrat seinen Rückzug mitgeteilt habe. Bis auf Weiteres ist Boldt nun Alleinvorstand.

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