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Werders Trainerwechsel : Die Hoffnung auf den alten Zauber

Die Hoffnung auf den alten Zauber: Thomas Schaaf soll Werder Bremen retten Bild: Reuters

Der Meistertrainer von 2004 soll bei Werder retten, was dem „Trainer des Jahres“ von 2018 nicht mehr zugetraut wurde. Doch Schaaf übernimmt eine mental zermürbte Mannschaft.

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          Der SV Werder Bremen befindet sich wie alle anderen Bundesligamannschaften im Quarantäne-Trainingslager. Seit Mittwoch war es das Bremer Parkhotel, nach dem 0:2 am Samstag in Augsburg ging es in die Sportschule des Niedersächsischen Fußball-Verbandes nach Barsinghausen. Dort hat sich nun kurzfristig die Zimmerbelegung geändert. Für Florian Kohfeldt, der am Samstag kurz vor Mitternacht seine Sachen packte, reiste Thomas Schaaf an.

          Einer wird rausgewählt, ein anderer zieht neu ins Haus ein: Dafür gab es schon einmal ein populäres mediales Format, und ein bisschen mutet diese klägliche Bremer Bundesliga-Episode tatsächlich wie Big Brother an. Vor allem, wenn man betrachtet, wie Kohfeldt schon vorher durch die Manege geführt wurde, vor aller Augen am Abend des Pokal-Halbfinales gegen Leipzig, das zum persönlichen Finale des Trainers erklärt worden war. So etwas muss man mal aushalten können in diesem Betrieb, aber es wäre dann zumindest wünschenswert, wenn der Klub den Eindruck vermittelt, dass er weiß, was er tut.

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