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Schwäche im Titelkampf : Deutsch ohne die Deutschen

„Weiter, immer weiter“: Oliver Kahn greift sich in Hamburg 2001 gleich die Eckfahne. Bild: Picture-Alliance

Warum hat der deutsche Fußball international den Anschluss verloren? Es liegt nicht nur an geringeren Einnahmen, es gibt auch Defizite bei der Einstellung. In diesen Tagen fragt man sich: Will denn niemand mehr Titel gewinnen?

          Nur damit es Lucien Favre und alle anderen Dortmunder nicht vergessen: Der BVB kann immer noch deutscher Fußballmeister werden. Falls der FC Bayern am Samstag in Leipzig verlieren sollte und die Dortmunder ihr Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf gewinnen, stünde der Bundesliga der aufregendste letzte Spieltag seit dem Herzschlag-Finale 2001 bevor; damals, als die Schalker sich nach dem Abpfiff ihres Spiels vier Minuten als deutscher Meister wähnten. Damals, als die Bayern sie in der Nachspielzeit durch Patrick Anderssons Freistoß zum 1:1 beim HSV doch noch abfingen. Damals, als Oliver Kahn nach diesem Treffer wie irre zur Eckfahne raste, sie aus dem Boden riss, mit ihr rücklings auf den Rasen fiel und sie wild schüttelte, als hätte er den Heiligen Gral des Fußballs entdeckt.

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          Es war zwar nicht der Heilige Gral, aber Kahn legte an diesem Tag nicht weniger als den Glaubenssatz des deutschen Fußballs frei. Als die Bayern in jenem Spiel in der 90. Minute scheinbar aussichtslos in Rückstand gegen den HSV geraten waren, hatte Kahn sein Mantra vom „Weiter, immer weiter!“ hinaus in die Fußballwelt gebrüllt. Von dieser legendären Willensstärke und von diesem unbändigen Glauben an den Sieg ist in der Bundesliga nicht mehr viel übrig geblieben. In der Schlussphase dieser Saison muss man diese einstigen deutschen Fußball-Tugenden mit der Lupe suchen. Der BVB hat nach einer desaströsen 2:4-Derbyniederlage gegen Schalke in Bremen nun einen 2:0-Vorsprung nach starkem Beginn leichtfertig und nervenschwach verspielt. Die Profis waren nicht (nerven-)stark genug, individuelle Fehler zu verhindern, die Mannschaft nicht robust genug, sie wegzustecken.

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          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

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