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Im Münchner Volkstheater : Der letzte Vorhang

Sie sorgten lange Zeit für Wirbel im Unterhaltungsbetrieb Bundesliga: Uli Hoeneß (l.) und Karl-Heinz Rummenigge Bild: dpa

Das Torwarttheater aus dem bayerischen Komödienstadl zeigt, wie weit sich der FC Bayern von dem Kommunikationsverhalten eines modernen Profibetriebs entfernt hat.

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          Dass ihm ein Bayern-Spieler widerspricht, hat Uli Hoeneß in den vergangenen vierzig Jahren nicht oft erlebt. Selbst wenn der personifizierte FC Bayern sich mal wieder ganz offenkundig vergaloppiert hatte – was bei dessen fast schon biblischer Dienstzeit in der Natur der Sache liegt, aber mehr noch an einem verlässlich aufbrausenden Wesen –, wollte es sich kein Profi mit dem bayerischen Patron verscherzen.

          Daher hat die eigentlich vollkommen unspektakuläre Einschätzung von Joshua Kimmich, dass Marc-André ter Stegen zuletzt nur seine Enttäuschung zum Ausdruck gebracht, aber niemand mit seinem Satz angegriffen habe („Diese Reise mit der Nationalelf war für mich ein schwerer Schlag“), eine Aufmerksamkeit erhalten, die mit dem Inhalt seiner Bemerkung rein gar nichts zu tun hat. Aber ganz viel mit Status, Macht und Anspruch.

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