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Torlos in Dortmund : Kölner 0:0-Rekordler rauben dem BVB den Spaß

  • -Aktualisiert am

Zu wenig Biss konnte man Dortmund und Kampl nicht vorwerfen, ein Tor sprang dennoch nicht heraus Bild: Reuters

Eine ratlose Dortmunder Borussia muss sich wie in der Vorwoche in Hamburg mit einem 0:0 begnügen. Köln begibt sich auf Rekordjagd: Öfter hat noch kein Team in einer Spielzeit torlos gespielt.

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          Ein Tor haben die Fußballprofis von Borussia Dortmund – wie schon eine Woche zuvor beim Hamburger SV – nicht zustande gebracht. Beim 0:0 gegen den 1. FC Köln bekamen sie aber immerhin die Gelegenheit, sich auf einen abwehrstarken Gegner einzustellen. Ein solcher erwartet die Westfalen an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/ live in ZDF, Sky und F.A.Z.-Liveticker) auch im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League.

          Um gegen Juventus Turin weiterzukommen, werden die Borussen sich deutlich steigern müssen. Vor mehr als 80.000 Zuschauern fehlte es den Angriffen der Heimelf an zündenden Ideen und an Durchschlagskraft. Die Kölner haben derweil mit ihrem siebten 0:0 einen wenig rühmlichen Bundesligarekord eingestellt. Öfter hat noch kein Klub in einer Spielzeit torlos gespielt.

          Die Partie hatte schwungvoll begonnen. Dortmund erlebte schon in der zweiten Minute eine Schrecksekunde: Bei einem schnellen Gegenstoß ließ Deyverson die Abwehr hinter sich und lief frei auf das gegnerische Tor zu. Der Stürmer legte sich den Ball aber einen Tick zu weit vor und brachte nur den Versuch eines Hebers zustande, der für Roman Weidenfeller zwischen den Pfosten des BVB keine Gefahr bedeutete.

          Nicht zu fassen: Mats Hummels (r.) und der BVB finden keinen Weg zum Erfolg gegen Köln Bilderstrecke

          Kaum zwei Minuten später kam Subotic auf der Gegenseite zum Kopfball, verfehlte aber knapp das Ziel. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte vermochten beide Mannschaften nicht mehr zu halten, was der dynamische Auftakt versprochen hatte. Dortmund war viel am Ball (die Quote lag bei annähernd siebzig Prozent), wusste aber nichts daraus zu machen. Der „FC“ stand hinten sicher und wartete auf die seltenen Gelegenheiten zum Kontern, ohne die Abwehr der Heimelf dabei so überraschen zu können wie zu Beginn der Partie.

          Bei allem Bemühen waren die Borussen noch ziemlich weit davon entfernt, dem Anspruch ihres Trainers zu genügen. Jürgen Klopp hatte gefordert, seine Elf müsse „das krasse Gegenteil“ dessen auf den Platz bringen, was sie im Hinspiel gezeigt hatte. Das 1:2 in Köln gehörte zu den sportlichen Tiefpunkten des ersten Halbjahres, das für Dortmund desaströs verlaufen war. So unbeholfen wie in Köln gingen die BVB-Profis dieses Mal zwar nicht zu Werke, aber ihren Angriffen fehlte das Überraschungsmoment.

          Auch im zweiten Durchgang erwischte Köln den besseren Start. Wieder bot sich Deyverson frei Vor dem Tor die Chance, den FC in Führung zu schießen, wieder fehlte es ihm im Abschluss an Konzentration. Die Rheinländer zeigten sich nun vorübergehend mutiger, die Dortmunder wirkten beeindruckt. Nach einer Stunde Klopp reagierte mit zwei Auswechslungen auf das stockende Spiel seiner Mannschaft: Für Kagawa und Mchitarjan rückten Blaszczykowski und Kampl ins offensive Mittelfeld, wo Reus vom Flügel auf die zentrale Position wechselte.

          Der BVB wurde wieder munterer, und Reus zwang FC-Torhüter Horn mit einem abgefälschten Schuss erstmals zum Eingreifen. Fünf Minuten später landete der Ball zwar im Kölner Tor, doch wie er dahin kam, illustrierte trefflich, dass es den Dortmundern an geeigneten Mitteln mangelte. Aubameyang hatte die Kugel mit dem Kopf verpasst und dann mit der Hand ins Netz befördert, was ihm die Gelbe Karte einbrachte.

          Wenig später war Schluss für den Stürmer aus Gabun. In der letzten Viertelstunde durfte an seiner Stelle Ciro Immobile sein Glück versuchen. Aber auch dem Italiener gelang es nicht, die Schlussoffensive der Heimelf mit dem entscheidenden Treffer abzuschließen.

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