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Zweite Bundesliga : Aufstiegsträume und geraubte Illusionen

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Niederlage für Magdeburg

Für den 1. FC Magdeburg wird die Luft immer dünner. Während die direkten Kontrahenten punkteten, unterlag der Europapokalsieger der Pokalsieger von 1974 nach einer schwachen Vorstellung mit 0:1 (0:1) bei Jahn Regensburg. Der Tabellen-16. liegt damit nur noch einen Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz und muss zur direkten Rettung an den letzten vier Spieltagen vier Punkte aufholen. Marco Grüttner gelang mit seinem zwölften Saisontreffer in der 20. Minute das goldene Tor für die Gastgeber.

Der Jahn ist damit seit vier Partien ungeschlagen und kann bei nur noch sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz wieder leise vom Aufstieg träumen. Die Hausherren übernahmen vor 10.543 Zuschauern nach leichten Anfangsschwierigkeiten schnell die Initiative und erarbeiteten sich mit schnell vorgetragenen Kombinationen einige Möglichkeiten. Sargis Adamyan (10., 19.) scheiterte zunächst zweimal an Gästetorhüter Alexander Brunst, ehe er Grüttner perfekt den Führungstreffer auflegte. Magdeburg verteidigte ohne die Stammkräfte Dennis Erdmann (Gelbsperre) und Jan Kirchhoff (muskuläre Probleme) vogelwild, lediglich die mangelhafte Chancenauswertung der Regensburger verhinderte einen höheren Pausenrückstand. Nach dem Wechsel konnte Magdeburg das Spiel etwas ausgeglichener gestalten, entwickelte in der Offensive aber weiterhin wenig Durchschlagskraft. Der Jahn stand hinten sehr stabil und vergab durch Adamyan (48.) und Hamadi Al Ghaddioui (64.) zwei gute Konterchancen. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich vergab Christian Beck freistehend aus zehn Metern (77.).

Bochums chronische Auswärtsschwäche

Die fast schon chronische Auswärtsschwäche des VfL Bochum hält an: Auch bei Darmstadt 98 kam die Mannschaft von Trainer Robin Dutt nach einer schwachen Leistung nicht über ein 0:0 hinaus. Aus den zurückliegenden sechs Gastspielen holten die Westdeutschen damit lediglich zwei Punkte. In einer insgesamt eher unansehnlichen Partie waren die Hessen dem Sieg näher, erwiesen sich aber vor dem gegnerischen Tor als zu harmlos und unentschlossen.

Dank acht Zählern aus den vergangenen vier Heimpartien hatten sich die Gastgeber schon in den vergangenen Wochen aus dem letzten Tabellendrittel verabschiedet. In der Schlussphase fanden die Gäste aus dem Ruhrgebiet noch einmal besser in die Begegnung, blieben aber ebenfalls ohne Torerfolg. 98-Torhüter Daniel Heuer Fernandes klärte in zwei Situationen sicher.

Heidenheim träumt, Pauli dessillussioniert

Der 1. FC Heidenheim hat seine Aufstiegsambitionen eindrucksvoll unterstrichen und zugleich die Hoffnungen des FC St. Pauli auf die Bundesliga wohl endgültig zerstört. Im Verfolger-Duell setzten sich die Heidenheimer am Sonntag verdient 3:0 (3:0) durch und verdarben den Kiezkickern das Osterfest. Vor 13 500 Zuschauern in der Voith-Arena trafen Marc Schnatterer (18. Minute) und Nikola Dovedan (26./28.) für den FCH, der bis auf zwei Punkte an den auf dem Relegationsrang stehenden nächsten Gegner SC Paderborn heranrückte.

Heidenheim träumt: Timo Beermann (l) freut sich mit Torschütze Nikola Dovedan (2.v.l.) über dessen Treffer zum 3:0.

Der seit sechs Partien sieglose Kiezclub hat als Achter nur noch theoretische Aufstiegschancen und verlor zudem Finn Ole Becker durch die Ampelkarte (73./wiederholtes Foulspiel). Die Hausherren überzeugten einmal mehr und machten schon in starken ersten 45 Minuten alles klar. Für den Kiezclub bleibt Heidenheim ein ganz schlechtes Pflaster: Nach dem grausamen Auftritt in der ersten Halbzeit ging auch das fünfte Gastspiel in der 2. Liga verloren.

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