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2:0 gegen Frankfurt : Klopp ist doch noch der Richtige für den BVB

  • -Aktualisiert am

Torschützen unter sich: Kagawa (l.) und Aubameyang jubeln zurecht Bild: AFP

Borussia Dortmund arbeitet weiter am erfreulichen Ende der Zusammenarbeit mit Trainer Jürgen Klopp: Gegen Eintracht Frankfurt gewinnt der BVB auch Teil zwei der Abschiedstournee. Die Borussia scheint bereit für das Pokalspiel in München.

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          Hat Jürgen Klopp überreagiert? Hätte er sich und Borussia Dortmund länger eine Chance geben sollen? Nach dem 2:0 über die Frankfurter Eintracht am  Samstag deutet jedenfalls wenig darauf hin, dass Klopp nicht mehr der richtige Trainer für den BVB ist.  Der siebte Bundesligasieg des Jahres 2015 baute die Rückrundenbilanz auf 24 Punkte aus und führte die Dortmunder zumindest bis Sonntag auf den achten Tabellenplatz. Eine Position besser könnte schon ausreichen, um in der nächsten Saison in der Europa League zu spielen und somit seinem Nachfolger Thomas Tuchel doch „Englische Wochen“ zu bescheren. Zudem könnte der Klub natürlich mit einem DFB-Pokalsieg die Qualifikation für die Europa League schaffen. Dafür müsste der BVB freilich am Dienstag das Halbfinale bei Bayern München gewinnen.

          Peter Heß

          Sportredakteur.

          Andererseits ist sogar Platz fünf und somit die inoffizielle Ruhrgebietsmeisterschaft wieder in Reichweite. Der Vorsprung des alten Rivalen Schalke 04 beträgt nach dessen Niederlage in Mainz nur noch drei Punkte, beim Verlauf der Formkurven den beiden Mannschaften scheint es nur eine Frage der Zeit, bis die Borussia an den „Königsblauen“ vorbei zieht.

          Dortmund ohne Gündogan

          Es war zunächst keine Offenbarung, was die Dortmunder ihren Fans offerierten. Ziemlich einfallslos und konzeptlos versuchten sie die beiden eng  stehenden Viererketten der Eintracht zu überwinden. Dabei verhedderten sie sich oft schon recht früh. Allerdings fehlten auch die Ordnungskräfte Kehl und Gündogan. Zudem ließ Klopp zunächst Reus auf der Bank, der nach einer  Verletzung noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist.

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          Doch immerhin stimmte die Dortmunder Defensive. Die Frankfurter fanden nach Balleroberung kaum einmal eine Anspielstation - sie konnten auch nicht lange suchen, weil der Ballführende sofort attackiert  wurde.

          Schiedsrichter Weiner brachte mehr Qualität ins Spiel, weil er den Führungstreffer des BVB ermöglichte, der die verkrusteten Spielstrukturen auflöste. Der Unparteiische entschied auf Handelfmeter, als in der 24. Minute der Ball nach einer Flanke dem Frankfurter Sonny Kittel an den Arm sprang. Kittel hatte die Körperfläche mit dem Arm vergrößert, der Pfiff war nach den Regeln vertretbar, dennoch erschien das Urteil ziemlich hart, weil offensichtlich keine Absicht bestand, den Ball mit der Hand zu spielen.

          Eintracht ausgekontert

          Die Eintracht reagierte auf den Rückstand, in dem sie die Abwehrreihen nicht mehr so tief agieren ließ. Und prompt wurde sie ausgekontert. Eine Attacke über  Durm, Aubameyang und Kagawa, die an beste BVB-Zeiten erinnerte, führte in der 32. Minute zum 2:0. Der Japaner musste als letzter der Verwertungskette  nur noch den Fuß hinhalten, um ihn ins leere Tor zu bugsieren.

          In der zweiten Halbzeit probierte die Eintracht, den BVB unter Druck zu  setzen, auf irgend eine Art und Weise doch noch, die Niederlage zu  vermeiden. Denn auch sie besitzt noch Chancen auf Platz sieben. Doch den  Frankfurtern fehlte es an Qualität und Durchschlagskraft, gefährlich vor das BVB-Tor zu kommen. Die Dortmunder dagegen erspielten sich in der zweiten Halbzeit ein halbes Dutzend bester Torgelegenheiten. Reus hätte um ein Haar mit  seiner ersten Ballberührung nach der Einwechslung das 3:0 vollbracht  (68. Minute). Der Nationalspieler vermochte aber nicht, den Ball aus kurzer Distanz kotrolliert aufs Frankfurter Tor zu lenken.

          Aber all die Augenblicke  fehlender Torschusspräzision waren am Ende lässliche Sünden. Denn der Sieg blieb bis zur letzten Sekunde ungefährdet. Langerak, der den unter  Rückenbeschwerden leidenden Weidenfeller im Tor vertrat, musste nicht einmal eingreifen.

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