https://www.faz.net/-gtm-99waf

Spielervermittlung : Keine Einigung im Prozess gegen Sammer

  • Aktualisiert am

Vor Gericht: Matthias Sammer Bild: dpa

Der Sohn von Matthias Sammer gründete einst eine Spielerberateragentur. Der Vater stieg ein. Und ein ehemaliger Partner fordert nun vor Gericht eine Provision für einen Transfer. Eine Einigung ist noch nicht in Sicht.

          Im Prozess gegen den früheren Sportvorstand des FC Bayern, Matthias Sammer, wegen arglistiger Täuschung im Zusammenhang mit der Vermittlung eines Fußballprofis hat es zunächst keine Einigung gegeben. Nach der ersten Verhandlung am Montag vor dem Landgericht München I ist für den 6. Juli ein weiterer Termin angesetzt. Bis dahin könnten sich Kläger und Beklagter außergerichtlich einigen. „Das brüllt nach einer Einigung“, hatte Richter Martin Scholz gesagt, ehe er die Verhandlung zur Beratung beider Parteien für rund 20 Minuten unterbrach.

          Eine Einigung blieb dann jedoch vorerst aus. Im konkreten Fall geht es um einen Streitwert von 64.750 Euro, wie Scholz sagte. Der Kläger Alderim Ramaj (30) hatte seinen finanziellen Schaden ursprünglich sogar auf 350.000 Euro geschätzt. Im November 2015 gründete Ramaj gemeinsam mit Sammers Sohn Marvin eine GmbH, über die beide Spieler vermitteln wollten. Viel Erfolg hatten sie damit nicht. „Diese GmbH war nicht der große Bringer“, stellte Richter Scholz fest. „Ich hätte die Scheißfirma null Komma null gebraucht“, räumte Sammer senior vor der Kammer ein.

          Ramaj hatte später seinen Anteil an der Firma an Matthias Sammer verkauft. Nur kurz nach der Abwicklung wurde aber der Transfer von Felix Uduokhai von 1860 München zum VfL Wolfsburg bekannt. Im Sommer 2017 schloss sich der Verteidiger für kolportierte eine Million Euro Ablöse den Niedersachsen an. Dies sei ihm verschwiegen worden, um die Provision alleine zu bekommen, so Ramaj und ficht den Abtretungsvertrag an.

          Weitere Themen

          Eins plus mit Sternchen

          Eintracht Frankfurt : Eins plus mit Sternchen

          Die Eintracht macht gegen Schachtar Donezk in der Europa League den nächsten Schritt. Inter Mailand ist die nächste Herausforderung. Zuvor aber geht es in der Bundesliga mit einem Auswärtsspiel weiter.

          Topmeldungen

          Trotz Notstandserklärung : Trump muss um Mauer-Geld kämpfen

          Mit dem nationalen Notstand will Donald Trump Mittel aus dem Verteidigungshaushalt für seine Mauer an der mexikanischen Grenze umlenken. Ein großer Teil des Geldes wurde aber schon anderweitig ausgegeben.
          Das Internet verbindet Menschen rund um die Welt mehr als je zuvor – mit guten und weniger guten Folgen.

          FAZ Plus Artikel: Onlinewelt : Der Internet-Irrtum

          Online ist alles anders? So ein Quatsch. Auch im Cyberspace gibt es Wettbewerb, Knappheit und Streit um Macht. Das Internet wird verklärt. Ein Kommentar.
          Computer-Experten werden dringend gesucht.

          Gutbezahlte Berufe : Wie schwer ist es, an IT-Cracks zu kommen?

          Informatiker sind gefragte Leute. Unternehmen aller Branchen suchen Programmierer und Experten für Künstliche Intelligenz. Im Digitec-Podcast diskutieren wir, wie groß die Knappheit ist – und wie Unternehmen trotzdem Leute finden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.