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Krise in Stuttgart : „Beim VfB würde Klinsmann immer ans Telefon gehen“

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„In Stuttgart und im Verein fühle ich mich immer aufgehoben, auch wenn ich nur selten da bin“: Jürgen Klinsmann. Bild: dpa

Stuttgart steckt als Letzter der Bundesliga tief in der Krise. Hilft jetzt Jürgen Klinsmann? Kontakte zum Klub sind vorhanden. Nun äußert sich sein Berater über mögliche Unterstützung durch Klinsmann.

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          Der Medienberater von Jürgen Klinsmann hat die Verbundenheit des früheren Fußball-Bundestrainers zu seinem Heimatklub VfB Stuttgart bestätigt. „Beim VfB Stuttgart würde Jürgen Klinsmann immer ans Telefon gehen“, sagte Roland Eitel am Montag dem SWR. Zuvor hatten die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ geschrieben, dass sich der 54-Jährige den Manager-Job beim kriselnden Schlusslicht der Fußball-Bundesliga vorstellen könne. Eitel schloss lediglich aus, dass Klinsmann in nächster Zeit als Vereinscoach arbeiten wird. „Als Trainer würde er nur als Nationaltrainer arbeiten“, sagte er.

          Klinsmann selbst schweigt derzeit. Wer ihn kennt, der weiß, dass er die prekäre Lage beim VfB nicht unnötig anheizen will. Und um einen Posten betteln – das entspricht erst recht nicht seinem Charakter. Klinsmann wäre zwar wohl nicht abgeneigt, „seinem“ VfB in großer Not zu helfen. Aber er will gefragt werden. Und das ist offensichtlich noch nicht passiert. „Es gibt keine Faktenlage“, heißt es aus dem Umfeld des ehemaligen Bundestrainers über die zunehmenden Spekulationen um seine mögliche Rückkehr nach Cannstatt.

          VfB-Präsident Wolfgang Dietrich telefoniert regelmäßig mit Klinsmann. Dass dabei auch einmal über ein mögliches Engagement im Verein gesprochen wurde, darf als sicher gelten. Nur: Ein konkretes Job-Angebot für Klinsmann, der von 1984 bis 1989 am Wasen stürmte, habe es noch nicht gegeben, heißt es aus dem Klub. Klinsmann ist seit seinem Rauswurf als amerikanischer Nationaltrainer im November 2016 ohne Posten im Fußball. Und: Eine Rückkehr des 54-Jährigen aus den Vereinigten Staaten nach Europa ist kein Tabu mehr. Sohn Jonathan (21) ist seit 2017 Torhüter bei Hertha BSC. Tochter Laila wird im kommenden Jahr das Elternhaus verlassen, um zu studieren – voraussichtlich in Europa.

          „Ich bin nicht auf Jobsuche“, betonte Klinsmann zwar Ende Oktober, „mittelfristig“ werde er aber wieder einsteigen: „Da sind Europa oder Deutschland sicher eine Option, ob als Trainer oder in der strategischen Rolle des Sportchefs.“ Letzteres aber nur, wenn er „das absolute Sagen“ habe, wie er zwei Wochen zuvor in der „Sport Bild“ betont hatte. Dem stünde beim VfB Michael Reschke entgegen. Der Sportvorstand des Tabellenletzten steht in der Kritik. Zuletzt wurde er von Aufsichtsrat Guido Buchwald angegriffen. Einen Rücktritt schloss Reschke jedoch aus. Sollte Klinsmann irgendwann aber tatsächlich wieder beim VfB landen, müsste Reschke ins zweite Glied rücken.

          Klinsmanns Bande zum VfB sind nach wie vor eng, nicht nur wegen der Telefonate mit Dietrich – oder Buchwald. Der Klub bedeute „Heimat und auch ein Stück Dankbarkeit“ für ihn, sagte er Anfang September der „Bild“-Zeitung: „In Stuttgart und im Verein fühle ich mich immer aufgehoben, auch wenn ich nur selten da bin.“ Am 5. August zog Klinsmann beim „Legendenspiel“ in Stuttgart noch einmal das Trikot mit dem Brustring über, Mitte Oktober war er zuletzt in seinem Heimatort Geislingen, um dort ein soziales Projekt anzuschieben. Er sei Fan des VfB und verfolge alle Spiele, sagte er, „aber ein Amt im Verein? Das ist von mir nicht geplant. Ich weiß aber auch: Man soll nie nie sagen...“

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