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Trend in Fußball-Bundesliga : Wenn das Idol zum Funktionär aufsteigt

  • -Aktualisiert am

Der dritte Mann: Sebastian Kehl (rechts), Leiter der Profiabteilung, ist beim BVB das Bindeglied des Teams zu Geschäftsführer Watzke und Sportdirektor Zorc. Bild: dpa

Sebastian Kehl, Simon Rolfes oder Marcel Schäfer waren Fanlieblinge ihrer Klubs. Nach ihrer aktiven Karriere sind sie nun in neuer Rolle tätig. Das bringt Vorteile mit sich. Doch es gibt für sie auch knifflige Situationen.

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          Schon ein kurzer Spaziergang durch das Innenleben des VfL Wolfsburg genügt, um seine neue Rolle besser verstehen zu können. Wenn Marcel Schäfer zwischen Umkleidekabine, Geschäftsstelle und Büro pendelt, wird er fleißig geduzt statt gesiezt. „Keiner beim VfL spricht mich mit ,Herr Sportdirektor‘ an. Ich bin der Marcel. Und ich möchte mich wegen meines Jobs auch nicht verändern“, sagt der langjährige Wolfsburger Verteidiger. Schäfer ist vom ehemaligen Publikumsliebling zum Sportdirektor aufgestiegen. Vom Idol zu einer Art Funktionär. Und vielleicht darf ein Vermittler wie er mit seiner Erfahrung und seiner Vita als einer der wichtigsten Neuzugänge eingestuft werden. Denn der VfL Wolfsburg spielt nach zwei Jahren im Abstiegskampf nicht nur erfolgreich. Der Verein achtet auch genauer darauf, wie er auftritt und wahrgenommen wird.

          Bundesliga

          Wie genau lässt sich dieser Job bloß beschreiben? Schäfer unterzeichnet keine Spielerverträge oder handelt Gehälter aus. Dafür zeichnet mit Jörg Schmadtke ein erfahrener Geschäftsführer verantwortlich. Ist Schäfer also eher eine Art Grenzgänger zwischen Mannschaft, sportlicher Leitung und Vereinsführung? Ein Scout mit Blick für starke Typen? Eine Art Bindeglied und Kitt zwischen zwei verschiedenen Welten, die sich nicht zwangsläufig gut verstehen müssen?

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