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Reaktionen zum TV-Vertrag : „Ein überragendes Ergebnis“

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Sehr zufrieden mit dem neuen TV-Vertrag: Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Bild: dpa

Kalr-Heinz Rummenigge ist hoch zufrieden mit dem neuen TV-Vertrag der Bundesliga. Auch die ARD freut sich. Und selbst RTL, das leer ausging, sieht sich nicht als Verlierer bei der Auktion.

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          Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat sich „hoch zufrieden“ über die milliardenschweren Medienerlöse für die Fußball-Bundesliga ab der Saison 2017/18 geäußert. „Das ist ein ausgezeichnetes, ich würde schon sagen überragendes Ergebnis“, sagte Rummenigge am Donnerstag nach der Mitgliederversammlung in Frankfurt. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) erhält ab 2017 für vier Jahre die Rekordsumme von 4,64 Milliarden Euro. „Mein Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Die Spitzenvereine stehen international unter großem Druck. Daher ist es wichtig, dass diese Steigerung kommt. Das hilft uns, im internationalen Wettbewerb zu bestehen“, erklärte Rummenigge.

          Der Privatsender RTL, der bei der Vergabe der Bundesliga-Rechte leer ausging, sieht sich nicht als Verlierer im Bieterwettbewerb. „Wir haben alle auf dem Markt offerierten Fußball-Rechte sehr genau geprüft. Unter allen wirtschaftlichen und programmstrategischen Abwägungen und mit den glänzenden Quotenerfolgen zuletzt bei der EM-Qualifikation im Rücken, haben wir mit den 28 Live-Spielen der Nationalmannschaft das für uns attraktivste Rechtepaket erwerben können“, erklärte am Donnerstag RTL-Sprecher Matthias Bolhoefer. „Vor dem Hintergrund, dass wir natürlich nur das bieten konnten, was gesamtunternehmerisch zu vertreten ist, sind wir sehr glücklich und optimal für die nächsten Jahre aufgestellt“, fügte er hinzu.

          Gut verhandelt: DFL-Chef Christian Seifert.

          Mit Freude und Erleichterung reagierte die ARD auf den neuen Bundesligavertrag. Die ARD-Sportschau kann auch in Zukunft die Zusammenfassung der Samstag-Partien als Erstsender im Free TV ausstrahlen. „Heute ist ein guter Tag für alle Fans, für den Fußball und auch für uns. Das bewährte Zusammenspiel zwischen der Deutschen Fußball Liga und der ARD geht in die Verlängerung. Fußball ist hierzulande die Sportart Nr. 1. Das passt bestens zum Ersten“, kommentierte Programmdirektor Volker Herres am Donnerstag den Ausgang des Bieterwettbewerbs.

          „Ich freue mich, dass die ARD auch in den nächsten Spielzeiten weiter „am Ball’ sein wird und ihre gute Zusammenarbeit mit der Deutschen Fußball Liga fortsetzen kann“, ergänzte die ARD-Vorsitzende und MDR-Intendantin Karola Wille. Das Erste zeigt seit 2003 innerhalb der Sportschau die Bundesliga-Spiele, die Berichte dürfen nach 18.30 Uhr ausgestrahlt werden. Der Abschluss des neuen Vertrages steht nach ARD-Angaben unter dem Vorbehalt der Zustimmung der bei den Rundfunkanstalten jeweils zuständigen Gremien.

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          Trotz des Verlustes des Freitag-Spiels ist der Pay-TV-Sender Sky mit dem neuen TV-Vertrag zufrieden. Als Ausgleich darf der finanzstärkste Partner der DFL von der Saison 2017/2018 an das Montagsspiel der zweiten Liga exklusiv zeigen. Bisher überträgt auch Sport1 diese Partie live im frei empfangbaren Fernsehen. „Das heutige Ergebnis der Rechteausschreibung ist eine sehr gute Nachricht für unsere Kunden und zukünftigen Abonnenten. Es stellt sicher, dass nur Sky ab der Saison 2017/18 nahezu alle Spiele der Bundesliga sowie sämtliche Spiele der 2. Bundesliga live übertragen wird“, teilte Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Sky Deutschland, am Donnerstag mit.

          Er stellte das Zweitliga-Match am Montagabend heraus. „Vor allem die erstmalige exklusive Live-Übertragung aller Topspiele der 2. Bundesliga am Montagabend stärkt unsere Position als Live-Fußballsender Nummer 1 in Deutschland. Wir sind mit einer klaren Zielsetzung in den Ausschreibungsprozess gegangen und mit dem Ergebnis ausgesprochen zufrieden“, argumentierte Schmidt. Der zum Sky-Konzern in London gehörende Sender macht 1,8 Milliarden Euro Umsatz im Jahr, schreibt aber noch rote Zahlen. Die Bundesliga ist sein wichtigster Zuschauermagnet. Derzeit überträgt der Bezahlsender alle 306 Bundesliga-Spiele live. Das wird in der neuen Rechteperiode nicht mehr möglich sein. Die Freitag-Spiele gingen an den Spartensender Eurosport, der die Partien auf seinem Pay-TV-Kanal Eurosport II zeigt.

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