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DFL zeigt Verständnis : FC Bayern: Chance für Spiele vor Zuschauern

„Fußball ohne Zuschauer macht keinen Spaß“: Karl-Heinz Rummenigge Bild: dpa

Die Bundesliga arbeitet ein Konzept aus, doch die Politik will vorerst keine Fans in den Stadien zulassen. Karl-Heinz Rummenigge hofft dennoch auf eine baldige Rückkehr – und sieht eine „gewisse Chance“.

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          Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat mit Verständnis auf die Empfehlung der Gesundheitsministerkonferenz reagiert, nach jetzigem Infektionsstand bis Ende Oktober weiter auf Zuschauer in den Bundesligastadien zu verzichten. „Die DFL hat immer betont, dass die Eindämmung des Coronavirus höchste Priorität haben muss. Sie respektiert daher selbstverständlich die Position der Gesundheitsminister aus Bund und Ländern in der gegenwärtigen Situation“, teilte die DFL am Dienstag mit.

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          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Der Verband und die Klubs würden sich dessen ungeachtet „weiter bestmöglich auf eine Rückkehr von Stadionbesuchern“ vorbereiten. „Es sollte in allen Lebensbereichen das Ziel sein, mit gezielten Konzepten, schrittweise und immer der jeweiligen Lage angemessen eine Richtung Normalität anzustreben“, heißt es in der DFL-Erklärung.

          Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Karl-Heinz Rummenigge, hat trotz des Votums der Gesundheitsminister vom Montag, dem sich, ohne zeitliche Vorgabe, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag inhaltlich angeschlossen hatte, die Hoffnung auf einen Bundesligastart am 18. September mit Fans im Stadion nicht aufgegeben. Er kenne das Konzept der DFL von A bis Z. „Es gibt schon eine gewisse Chance“, sagte Rummenigge am Dienstag in München.

          Rückendeckung für eine schnellere Zulassung der Fans gab es am Abend von Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Reiner Haseloff. „Das Ziel sollte sein, dass wir mit dem Saisonstart allmählich den Zuschauerverkehr hinbekommen“, sagte der CDU-Politiker der „Mitteldeutschen Zeitung“ nach einer Telefonkonferenz der Ministerpräsidenten. „Wir müssen den Einstieg finden.“

          Am Montag hatte sich unter den führenden Politikern nur der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer für einen Start der Bundesliga bei geringer Zuschauerzahl ausgesprochen. Die Gesundheitsministerkonferenz vertritt hingegen die Auffassung, dass man „analog zu den bis Ende Oktober untersagten Großveranstaltungen“ auch für „den möglichen Besuch der Fußballstadien erst im Herbst zu einer erneuten Bewertung kommen kann“.

          Bayerns Ministerpräsident Markus Söder strebt eine Konferenz der Ministerpräsidenten Ende August an, bei der auch das Thema Zuschauer in den Stadien auf der Agenda stehen solle. Bis dahin hätte die DFL noch Zeit, ihr Konzept zu konkretisieren. Die Gesundheitsministerkonferenz hatte kritisiert, dass „die Risiken bei An- und Abreise zu Spielen ohne Lösungsvorschlag“ geblieben seien. Zudem sei problematisch, dass „die nähere Ausgestaltung vor Ort den jeweiligen Gesundheitsämtern überlassen“ werde, die schon genug Aufgaben zu erledigen hätten.

          Sollten sich nach zuletzt steigenden Infektionszahlen die am Montag in der Politik erkennbare Tendenz durchsetzen, bis Ende Oktober weiterhin nur Geisterspiele stattfinden zu lassen, wären davon die ersten sechs Spieltage in der Bundesliga und der zweiten Liga betroffen. Auch die erste Runde im DFB-Pokal sowie drei Länderspiele der Nationalmannschaft gegen Spanien (3. September), die Türkei (7. Oktober) und die Schweiz (13. Oktober) wären betroffen, ebenso die ersten beiden Spieltage der Champions und Europa League.

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