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Zweite Bundesliga : Kaiserslautern bewahrt die Ruhe

  • Aktualisiert am

Torloses Topspiel: Karlsruhe und Kaiserslautern trennen sich torlos Bild: dpa

Sechs Mannschaften, ein Tor: Heidenheim überrascht Leipzig. Aue und Fürth verbleiben torlos im Tabellenkeller. Und im Spitzenspiel hält Torwart Sippel einen Punkt fest.

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          Der 1. FC Kaiserslautern hat einen wichtigen Schritt Richtung Bundesliga-Rückkehr gemacht. Der FCK verdiente sich am Sonntag ein 0:0 im Spitzenspiel beim Karlsruher SC und kletterte dadurch wieder auf einen direkten Aufstiegsplatz in der Zweiten Bundesliga. Vor 27.556 Zuschauern im ausverkauften und massiv abgesicherten Wildparkstadion waren die Gäste die reifere und spielerisch bessere Mannschaft. Torchancen gab es in diesem schwachen Spiel aber für beide Aufstiegsanwärter kaum.

          Nach Ausschreitungen rund um das Hinspiel wurde diese Partie zum Hochrisiko-Spiel erklärt, 900 Polizisten und 500 Ordner waren im Stadion präsent. Der seit sieben Spielen ungeschlagene KSC agierte sehr nervös und hektisch. Nur zu Beginn der zweiten Halbzeit gab es eine Karlsruher Drangphase. Die Lauterer ließen aber kaum Gefahr für das eigene Tor zu – und hatten auf der anderen Seite durch einen Lattenschuss von Jean Zimmer die beste Chance des Spiels (60.).

          Nur Niederlechner trifft

          Der 1. FC Heidenheim hat derweil seine Negativserie in der Voith-Arena gestoppt und die Hoffnungen von RB Leipzig auf einen Durchmarsch in die Bundesliga weiter geschmälert. Die Schwaben setzten sich am Sonntag in einem mäßigen Aufsteiger-Duell gegen die Sachsen mit 1:0 (0:0) durch. Florian Niederlechner sorgte mit seinem zehnten Saisontor (51. Minute) vor 12.000 Zuschauern nach zuletzt vier Heimpleiten in Serie wieder für ein Erfolgserlebnis der bislang schlechtesten Zweitliga-Mannschaft der Rückrunde. Dank der Überlegenheit im zweiten Durchgang war der Sieg verdient.

          Beide Teams lieferten sich in der teilweise hektischen und zerfahrenen Partie einen harten Kampf ohne große spielerische Höhepunkte. Niederlechner vergab schon früh eine Riesenchance zur Führung kläglich (2.). Später bewies der Stürmer seinen Torriecher, als er in einen Schuss von Robert Leipertz grätschte und das 1:0 erzielte. Adriano Grimaldi (61.) und Marc Schnatterer (85.) hatten zudem gute Möglichkeiten zum 2:0. Bei Leipzig scheiterten Omer Damari (30.) und Emil Forsberg (49.) mit Schüssen aus der Distanz jeweils am gut parierenden FCH-Keeper Jan Zimmermann.

          Torschütze des Tages: Nur Niederlechner trifft - und beschert Heidenheim drei Punkte

          Einen Rückschlag erlebt auch Rückkehrer Mike Büskens mit der SpVgg Greuther Fürth: Beim bisherigen Schlusslicht FC Erzgebirge Aue kam sein Team am Sonntag nicht über ein 0:0 hinaus. Die 7600 Zuschauer im Erzgebirgsstadion sahen nur Fußball-Magerkost im Abstiegsduell. Aue zog dank der besseren Tordifferenz am punktgleichen Schlusslicht St. Pauli vorbei, Führt bleibt auf Rang 14.

          Nach der Präsidium-Ansage an Trainer Tomislav Stipic, im Abstiegskampf auf personelle Experimente zu verzichten, kehrten fünf Spieler wieder in den Auer Kader zurück. Doch der enorme Druck war dem Team anzumerken. Fürth konnte die Verunsicherung nicht nutzen und glänzte in Halbzeit eins ebenfalls mit vielen Fehlern. Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Auch nach dem Wechsel gab es keine spielerische Steigerung. Die erste große Torchance hatte Stefan Mugosa in der 61. Minute mit einem Kopfball, den der Fürther Wolfgang Hesl parierte. Auch in der 76. und 84. Minute war Hesl zur Stelle und rettete gleich zweimal gegen Mugosa.

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