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Bayern-Star mit Problemen : Nagelsmann und die Botschaft an Mané

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„Ich will erstmal das Spiel in Augsburg gewinnen – das ist mir ehrlich gesagt wichtiger als der Wiesn-Besuch“: Julian Nagelsmann Bild: Reuters

Zum Start der Wiesn denkt der Trainer des FC Bayern nur an das Spiel in Augsburg. Nach drei Remis in der Bundesliga stehen die Münchner unter Druck. Im Fokus ist dabei auch ein glückloser Stürmerstar.

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          Mit seinem ersten Oktoberfest als Bayern-Trainer mochte sich Julian Nagelsmann kurz vor dem Wiesn-Anstich noch nicht befassen. „Ich will erstmal das Spiel in Augsburg gewinnen – das ist mir ehrlich gesagt wichtiger als der Wiesn-Besuch“, sagte der 35-Jährige, als er nach seiner Vorfreude auf den traditionellen Wiesn-Besuch des Rekordmeisters befragt wurde. „An die Wiesn denke ich noch nicht. Ich freue mich für alle, die frenetisch darauf hinjubeln, dass es wieder los geht“, sagte Nagelsmann.

          Bundesliga

          Dreieinhalb Stunden nach dem „Ozapft is“ auf dem 187. Oktoberfest wollen die Münchner beim FC Augsburg einen Kater vermeiden. „Wir haben in der Bundesliga noch einiges gut zu machen“, sagte Leroy Sané nach zuletzt drei Unentschieden in der Liga. „Wir wollen immer ausstrahlen, dass wir volle Attacke gehen.“ Wie zuletzt in der zweiten Hälfte beim 2:0 in der Champions League gegen den FC Barcelona, als neben Sanè der am Samstag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) wie Kingsley Coman verletzt fehlende Lucas Hernández traf.

          Einen Monat vor dem Wiedersehen mit den Schwaben im Pokal scheint der heimschwache FCA, der alle seine drei Saisonspiele zu Hause verlor, der passende Gegner für das Ende der Remis-Serie. „Wir müssen schleunigst wieder drei Punkte holen in der Liga“, forderte Mittelfeldmann Marcel Sabitzer. Im Vorjahr verloren die Münchner 1:2 in der Augsburger Arena; auch davor taten sie sich oftmals schwer. „Im letzten Jahr hat es hier ganz gut funktioniert“, sagte der neue Augsburger Coach Enrico Maaßen, der damals noch nicht im Amt war.

          „Mama, Schwester und Lebensgefährtin“

          Bayern-Kapitän Manuel Neuer erwartet einen Gegner, der „bis auf das Letzte“ verteidigt. Nach den Stimmungsdämpfern gegen Mönchengladbach (1:1), Union Berlin (1:1) und Stuttgart (2:2) wollen sich Neuer & Co. mit einem guten Gefühl in die Länderspielpause verabschieden.

          Das sei „sehr wichtig“, sagte Nagelsmann vor dem Spiel nahe seiner Heimat Landsberg, bei dem er sich auf die Besuche von „Mama, Schwester und Lebensgefährtin“ freut. Im Rückblick auf den ersten Abschnitt der Saison fällt das Fazit des 35-Jährigen gemischt aus. „Rein inhaltlich ist der Block gut gewesen, ergebnistechnisch kann man sich anderes vorstellen als die drei Punkte aus den letzten drei Spielen.“ Zwei Punkte beträgt der Rückstand in der dicht gedrängten Spitzengruppe auf Tabellenführer Union.

          Das wollen die Münchner auf dem angestrebten Weg zum elften Meistertitel am Stück schleunigst ändern. Nagelsmann gab dafür nicht das liebste Motto für sein technisch exquisites Ensemble vor. „Da geht es mehr um arbeiten als brillieren“, sagte Nagelsmann, der einst im Kader der zweiten Mannschaft des FC Augsburg stand und dort den Startschuss seiner Trainerkarriere unternahm.

          Im neuen Wiesn-Trikot will sich Star-Neuzugang Sadio Mané nach zuletzt glücklosen Auftritten ganz besonders in Szene setzen. „Natürlich kann ich es viel besser“, sagte der 30 Jahre alte Senegalese. „Das weiß ich.“ Nagelsmann goutierte die selbstkritische Einschätzung. Der im Sommer vom FC Liverpool verpflichtete Stürmer sei „sehr selbstreflektiert und sehr bodenständig“, sagte Nagelsmann. „Er hat mein vollstes Vertrauen, das ist die entscheidende Botschaft, und er wird viele Tore für uns schießen und viele Vorlagen machen.“

          In der Champions League gegen Barcelona kam Sadio Mané Thomas Müller in die Quere.
          In der Champions League gegen Barcelona kam Sadio Mané Thomas Müller in die Quere. : Bild: AFP

          Im Mittelfeld dürfte gegen die Augsburger anders als gegen Barcelona Leon Goretzka starten. Er habe seine Sache zuletzt „gut gemacht“. In der Abwehr wird Noussair Mazraoui beginnen, der gegen Barça früh Benjamin Pavard abgelöst hatte. Pavard sei aber ebenso fit wie auch Innenverteidiger Dayot Upamecano, berichtete Nagelsmann.

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