https://www.faz.net/-gtm-9ttoh

Start bei Hertha BSC : Klinsmann und seine prominenten Gefolgsleute

  • Aktualisiert am

Bekannter Helfer: Torwarttrainer Andreas Köpke (rechts) unterstützt Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC. Bild: Reuters

Der neue Trainer Jürgen Klinsmann steht bei Hertha BSC im Fokus. Doch er kommt nicht alleine nach Berlin. An seiner Seite sind gleich fünf Helfer – darunter auch einige bekannte Namen.

          2 Min.

          Im strömenden Regen verfolgte Jürgen Klinsmann seine erste Einheit als neuer Chefcoach von Hertha BSC. Das Wort vor den Spielern am Mittwochnachmittag führten auf dem Platz aber häufig seine Nebenmänner – der frühere Bundestrainer wird gleich von mehreren prominenten Assistenten beim Hauptstadtklub begleitet. „Ich habe einen Stab mitgebracht, der auf Abruf war“, berichtete Klinsmann bei seiner Präsentation als Nachfolger von Ante Covic. „Es ist ein Team an Leuten, das mit mir reinkommt, das vorbereitet ist, das voller Tatendrang ist, gute Energie, aber vor allem hohes Fachwissen hat.“ Eine Übersicht der Klinsmann-Gefolgsleute, ihre Verbindung zu dem 55-Jährigen – und ihre Aufgaben bei Hertha.

          Bundesliga

          Kotrainer Alexander Nouri

          Genau ein Jahr und einen Tag vor dem Engagement bei den Berlinern wurde Nouri als Chefcoach beim damaligen Zweitligaverein FC Ingolstadt freigestellt. Zuvor hatte der frühere Trainer von Werder Bremen eine fußballerische Bildungsreise an die Westküste der Vereinigten Staaten übernommen, bei mehreren MLS-Klubs hospitiert. Dabei traf der heute 40-Jährige auch auf den Wahl-Kalifornier Klinsmann und beeindruckte diesen. „Was mich an ihm begeistert, ist seine Energie, die Art und Weise seiner Kommunikation“, berichtete Klinsmann über den „sehr wissbegierigen“ Trainer. Nouri ist nun in einer ähnlichen Rolle wie Joachim Löw bei der Heim-WM 2006.

          Kotrainer Markus Feldhoff

          Im Oktober 2016 kam der frühere Bundesligastürmer als Kotrainer von Nouri nach Bremen – und musste wie sein Chef ein Jahr später gehen. Auch in Ingolstadt arbeitete das Duo zusammen. Ihnen kommt nun der Hauptteil der Vorbereitung der Trainingseinheiten zu. Er wolle sich zwar einmischen, habe es aber gerne, wenn die Assistenten auf dem Platz das „laute Wort“ hätten, sagte Klinsmann zu seinem Rollenverständnis.

          Torwarttrainer Andreas Köpke

          Um diesen Weggefährten an seiner Seite zu haben, holte sich Klinsmann die Erlaubnis bei Joachim Löw und Oliver Bierhoff. Bis Jahresende betreut Bundestorwarttrainer Köpke die Keeper von Hertha – danach kehrt der 57-Jährige zum DFB zurück. „Ich finde es großartig, dass Andy einspringt, das zeugt von seinem Charakter“, sagte Nationalmannschaftsdirektor Bierhoff. Köpke kam 2004 als Nachfolger von Sepp Maier zum deutschen Team und hat diesen Posten nun schon seit 15 Jahren inne. Der bisherige Hertha-Torwarttrainer Zsolt Petry soll ebenso wie Assistenzcoach Harald Gämperle bei den Berlinern bleiben – ihre Funktion wird nach Klub-Angaben aber erst „in den kommenden Tagen“ festgelegt.

          Fitnesstrainer Werner Leuthard

          Als „Haudegen mit jahrzehntelanger Erfahrung“ stellte Klinsmann den 57-Jährigen vor. Vor allem als Athletik- und Konditionstrainer im Team von Felix Magath wurde Leuthard unter anderem beim FC Bayern und FC Schalke bekannt. Der frühere Oberleutnant der Bundeswehr betreute früher auch lange Jahre das deutsche Fed-Cup-Team um Tennisstar Steffi Graf. Im Trainingslager im Sommer 2018 arbeitete Leuthard kurz schon für Berlins Stadtrivalen 1. FC Union.

          Performance Manager Arne Friedrich

          Als Stammspieler war der damalige Innenverteidiger wichtiger Pfeiler von Bundestrainer Klinsmann bei der Heim-WM 2006. In der Hauptstadt war der frühere Hertha-Kapitän auch in den vergangenen Jahren noch auf öffentlichen Terminen stets präsent, auch wenn der 40-Jährige nach seiner Zeit als Kotrainer der deutschen U-18-Junioren kein offizielles Amt mehr innehatte. „Ganz eng an der Mannschaft“ solle Friedrich nun als „Bindeglied“ zu Manager Preetz und der weiteren Geschäftsführung agieren, berichtete Klinsmann und sieht Friedrich auch als „Karriereplaner für die Spieler“.

          Weitere Themen

          Zwanzig Millionen Euro Gewinn

          Deutscher Fußball-Bund : Zwanzig Millionen Euro Gewinn

          Größte Einnahmequelle des Verbandes ist neben dem Sponsoring der Pokal-Wettbewerb. An dritter Stelle folgt der Spielbetrieb der Nationalmannschaft. Schatzmeister Osnabrügge sagt: „Der DFB ist wirtschaftlich gesund.“

          Topmeldungen

          Eine Ampulle mit Remdesivir am Universitätsklinikum in Essen

          Corona-Medikament für Europäer : Eine Zwangslizenz für Remdesivir?

          Die EU hat das erste Medikament gegen Covid-19 zugelassen – doch vorerst liefert der Hersteller Gilead nur nach Amerika. In Brüssel wird Druck aufgebaut: Notfalls könne man Remdesivir auch gegen den Willen von Gilead für Europa herstellen lassen.
          Markus H. am Freitag im Gericht.

          Lübcke-Prozess : „Der hat immer so aufgestachelt“

          Im Lübcke-Prozess belastet Stefan E. den wegen Beihilfe angeklagten Markus H. schwer – und befeuert Gerüchte, wonach H. für den Verfassungsschutz gearbeitet haben könnte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.