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Klinsmann gegen Eintracht : „In Frankfurt wird es krachen“

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„Die Stimmung ist gut und zuversichtlich“: Jürgen Klinsmann über die Lage bei Hertha BSC Bild: dpa

Der Auftakt mit Jürgen Klinsmann misslang Hertha BSC. Der neue Trainer ist bemüht, die Begeisterung um seine Person aufrecht zu erhalten. Nun wartet ein heißer Tanz – den er mit deutlichen Worten noch befeuert.

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          Nach seinem Kaltstart bei Hertha BSC freut sich Jürgen Klinsmann nun auf einen heißen Tanz. „Die Stimmung ist gut und zuversichtlich, jetzt fahren wir nach Frankfurt und geben denen einen richtigen Fight“, sagte der Trainer vor seiner Auswärtspremiere mit dem Berliner Bundesligisten am Freitag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei DAZN) bei der Eintracht: „Da wird es zur Sache gehen, da wird es krachen. Aber wir sind gewappnet und freuen uns drauf.“

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          Man spürt deutlich: Klinsmann ist bemüht, die Begeisterung nach seiner Ankunft am Köcheln zu halten. Doch dafür braucht es neben einem positiven Auftritt und motivierenden Worten vor allem eines: Punkte. Sollte der Tabellensechzehnte nach dem knappen 1:2 am vergangenen Wochenende gegen Borussia Dortmund auch das zweite Spiel unter dem früheren Bundestrainer verlieren, könnte der Klinsmann-Effekt fast schon verpufft sein. Frankfurt ist dennoch gewarnt. Hertha spiele unter Klinsmann „top organisiert“, sagte Eintracht-Trainer Adi Hütter: „Sie erwarten sicher ein anderes Ergebnis als gegen BVB, das will ich aber nicht sehen.“

          Hoffnung macht bei Hertha die Leistungssteigerung in Sachen Einsatz und Spielfreude. „Wir hätten gegen den BVB mindestens einen Punkt verdient gehabt. Haben wir aber nicht bekommen – und zack, jetzt kommt die nächste Gelegenheit, um so viele Punkte wie möglich bis Weihnachten zu sammeln“, sagte Klinsmann. Die Gegner nach Frankfurt heißen aber SC Freiburg, Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach. „Wir haben verstanden, was los ist“, sagte Stürmer Davie Selke dem „Kicker“, aber: „Panik wäre falsch.“ Selke glaubt: „Wenn wir jetzt pausenlos über Abstiegskampf reden, entfachen wir nicht die Stimmung, die wir entfachen wollen.“

          Aufbruchstimmung – das ist es, was sich Hertha von Klinsmann als Interimstrainer und später als Aufsichtsratsmitglied erhofft. Seine Arbeit auf dem Platz kommt in der Mannschaft gut an. „Das Feuer spürst du in jeder Trainingseinheit“, sagte Selke: „Jeder im neuen Trainerteam ist unter Strom, das überträgt sich auf uns Spieler.“ Klinsmann und seine neuen Ko-Trainer, darunter auch der berüchtigte Fitness-Coach Werner Leuthard, fordern eine deutlich höhere Intensität ein. „Wir leiden aktuell mehr“, bestätigte Selke, „aber wir leiden gerne.“

          Für Selke scheint Klinsmann ein besonderes Faible zu haben. Vielleicht auch, weil der schlaksige Selke ihn ein wenig an den jungen Jürgen Klinsmann erinnert. „Ich habe zu ihm gesagt: „Davie, es ist wichtig, sich Ziele zu setzen.“ Und bei uns Stürmern geht es immer um Tore“, sagte Klinsmann. Selke, der gegen Dortmund den Vorzug vor Kapitän Vedad Ibisevic erhalten hatte, müsse seine bislang bescheidene Torausbeute (1) so stark ausbauen, „dass das irgendwann der Bundestrainer sieht“.

          Klinsmann fordert die Berliner auf, sich hohe Ziele zu setzen. Als auf der Pressekonferenz am Donnerstag Geschäftsführer Michael Preetz den Pokalsieg 2018 als Ausgangspunkt für die positive Entwicklung bei Eintracht Frankfurt nannte, ergänzte Klinsmann: „Wir sind ja noch drin im Pokal.“

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