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Impf-Debatte im Profisport : Was sagen Experten zu Kimmichs „Bedenken“?

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Joshua Kimmich möchte sich bisher nicht impfen lassen. Bild: AFP

Wie sicher sind Corona-Impfstoffe? Wie viele Bundesliga-Profis sind geimpft? Und darf ein nicht-geimpfter Spieler im Stadion spielen, in dem für Fans 2G gilt? Der Fall Kimmich sorgt für einige Fragen.

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          Die von Bayern-Profi Joshua Kimmich ausgelösten Debatten über eine Corona-Impfung werden auch in der kommenden Woche den deutschen Fußball beschäftigen. Andere Sportarten wie Eishockey haben aktuell mit zahlreichen Infektionen zu kämpfen.

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          Was sagen Experten zu den „Bedenken“, die Kimmich geäußert hat?

          Wissenschaftlicher Konsens ist das, was Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, so formulierte: „Was offensichtlich viele Menschen unter Langzeitfolgen verstehen, nämlich dass ich heute geimpft werde und nächstes Jahr eine Nebenwirkung auftritt, das gibt es nicht, hat es noch nie gegeben und wird auch bei der Covid-19-Impfung nicht auftreten.“ Kardiologe Jonas Zacher von der Deutschen Sporthochschule Köln sagte dem TV-Sender Sky: „Die Wahrscheinlichkeit, dass unerwartete Langzeitfolgen auftreten, ist extrem gering, fast nichtig.“ Er sprach von einer „ganz klaren Empfehlung“: „Das Risiko durch eine Impfung ist viel geringer als das Risiko durch eine Covid-19-Infektion. Von daher klare Impfempfehlung, auch für unsere Nationalspieler.“

          Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, wies die Bedenken von Kimmich ebenfalls zurück. „Joshua Kimmich ist sicher ein ausgewiesener Fachmann in Fragen des Fußballs, aber kein Fachmann in Fragen der Impfung und der Impfstoffe. Dennoch hat er mit seinen Bedenken einem Problem Ausdruck verliehen, das sicher bei manchen Menschen in unserer Gesellschaft so gesehen wird“, sagte Mertens im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Wenn ein Impfstoff zur Verwendung an Menschen freigegeben wird, gebe es begleitende Studien, die genau untersuchten, ob es bei der Anwendung zu schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen könne, erwiderte Mertens. „Man muss bedenken, dass mittlerweile sieben Milliarden Dosen an Menschen mit Covid-19-Impfstoff verimpft worden sind“, sagte er. „Dass es bei der Anwendung eines Impfstoffes über knapp ein Jahr keine Zehnjahres-Beobachtungsstudien geben kann, ist klar.“ Das gelte aber nicht nur für jeden anderen Impfstoff auch, der neu angewendet werde, sondern auch für jedes neue Medikament.

          Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates hofft, dass sich Kimmich doch noch für eine Impfung entscheidet. Er sei „einer Falschinformation aufgesessen. Er ist ganz schlecht beraten. Das ist etwas, was sich jetzt noch mal stark verbreitet hat und es wäre toll, wenn er seine Plattform genutzt hätte, um sich besser beraten zu lassen, um dann auch in der Hinsicht ein Vorbild zu sein“, sagte Alena Buyx bei Sky Sport News HD. Es sei zwar Kimmichs persönliche Entscheidung. Aber der 26-Jährige sei ein Vorbild, dem Millionen Menschen zuhören würden.

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          „Es kommt jetzt darauf an, gut aufzuklären, dass es diese Form von Langzeitwirkungen nicht gibt. Dass die Leute jetzt nicht denken, weil er Sorge hat, muss ich auch Sorge haben“, sagte Buyx. Es wäre wünschenswert, wenn sich Kimmich noch mal beraten lasse und „sich dann auch zur Impfung entscheidet. Das ist nicht nur für ihn selbst eine gute Sache, sondern auch für seine Mannschaft, seinen Verein und letztlich für uns alle, jede Impfung zählt“, sagte Buyx. Kimmich habe nach wie vor ein wahnsinnig hohes Risiko, sich mit der Deltavariante anzustecken, und „es gibt Profisportler, die monatelang gebraucht haben, um wieder fit zu werden.“

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