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1:0 gegen Ingolstadt : Joker-Neuzugang Burgstaller erlöst Schalke

  • -Aktualisiert am

Gekauft, eingewechselt, getroffen: Guido Burgstaller macht sich für Schalke bezahlt Bild: dpa

Aus Stürmernot gekauft und schon getroffen: Guido Burgstaller erzielt in der Nachspielzeit den Siegtreffer für Schalke.

          Auch die Fußballprofis des FC Schalke 04 hatten so manchen guten Vorsatz für das neue Jahr gefasst. Aber wie viele Normalsterbliche tun sich auch die hoch bezahlten Bundesligaspieler des Revierklubs schwer damit, in die Tat umzusetzen, was sie sich vorgenommen haben. Gegen den FC Ingolstadt bot Schalke zwar eine schwache Leistung, kam aber dank eines Treffers in der Nachspielzeit zu einem 1:0 über den Abstiegskandidaten, der sich lange tapfer gewehrt hatte. Guido Burgstaller gelang mit dem Siegtor ein umjubelter Einstand auf Schalke.

          Markus Weinzierl, der Cheftrainer des FC Schalke, setzte auf bewährte Kräfte. Verteidiger Holger Badstuber, vom FC Bayern München ausgeliehen, und Burgstaller, der neue Stürmer aus Nürnberg, nahmen zunächst auf der Ersatzbank Platz. Burgstaller musste Eric Maxim Choupo-Moting den Vortritt lassen, der trotz seiner Absage für den Afrika-Cup in der Bundesliga spielberechtigt blieb und die Planstelle im Angriffszentrum erhielt.

          Altbekannte Schalker Schwierigkeiten

          Die neuen Spieler sahen von der Bank aus eine Schalker Mannschaft, die mit altbekannten Schwierigkeiten, etwa im Spielaufbau, zu kämpfen hatte. Nach ein paar flotten Anfangsminuten und einer frühen ersten Tormöglichkeit verfielen die Westfalen in einen Trott, der schon vor der Winterpause Verdruss hervorgerufen hatte. Es mangelte ihnen so arg an Kreativität und Zielstrebigkeit, dass kaum gefährliche Vorstöße zustande kamen und die Geduld der Schalker Fans wieder einmal auf die Probe gestellt wurde. Viele von ihnen verabschiedeten ihre Lieblingsmannschaft mit lauten Pfiffen in die Halbzeitpause.

          Weinzierl nahm die dürftige Darbietung der ersten 45 Minuten zum Anlass, einen offensiven Wechsel vorzunehmen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs löste Burgstaller den defensiven Mittelfeldspieler Johannes Geis ab.

          Mehr Schwung brachte diese Maßnahme zunächst jedoch nicht. Der Abstiegskandidat verstand es zumeist, Schalke vom eigenen Tor fernzuhalten. Als das ausnahmsweise einmal nicht gelang, bot sich Burgstaller die große Chance zur Führung, doch der Österreicher verfehlte mit einem Kopfball knapp das Ziel. In der Schlussphase steigerte Schalke den Druck, sah sich aber auch einigen brenzligen Situationen im eigenen Strafraum ausgesetzt. Als schon alles zu spät schien, wurde Burgstaller doch noch zum Matchwinner.

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