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Wolfsburgs Jörg Schmadtke : Kauzig, analytisch, anders – erfolgreich

  • -Aktualisiert am

„Nicht wichtig, zusammen in der Badewanne zu sitzen“: Jörg Schmadtke Bild: picture alliance/dpa

Das Sondermodell funktioniert: Geschäftsführer Jörg Schmadtke hat auch beim VfL Wolfsburg durchschlagende Wirkung. Genervt ist er nur von seinem Ruf.

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          Die turbulenten Feierlichkeiten in der Umkleidekabine hat er gemieden. Es war dort extrem laut und lustig, als die Spieler des VfL Wolfsburg ihren Einzug in die Champions League zu feiern wussten. Aber hätte Jörg Schmadtke, der Vater des überraschenden Erfolges, nicht mitten in dieses duftende Getümmel gehört? „In solchen Situationen habe ich bei der Mannschaft nichts verloren. Die Kabine ist Mannschaftshoheit. Da müssen die Spieler ihre Sachen machen. Am besten völlig unbeobachtet“, findet der Geschäftsführer der VfL Wolfsburg Fußball GmbH. Schmadtke glänzt lieber im Verborgenen. Kauzig, analytisch, anders. Sein feines Gespür dafür, wie ambitionierte Profis ticken, macht ihn zu einem der derzeit erfolgreichsten Vordenker der Branche.

          Bundesliga

          Viele prominente Herren vor ihm durften es mit wesentlich mehr Geld probieren. Ob Felix Magath, Dieter Hoeneß oder Klaus Allofs: Sie hatten mit voller Wucht und Finanzkraft versucht, aus dem vom Volkswagen-Konzern alimentierten VfL Wolfsburg eine ganz große Nummer zu machen. Dass Schmadtke trotz deutlicher weniger Getöse und Moneten nach 2009 und 2015 ein weiterer Einzug in die Königsklasse des Fußballs gelungen ist, bleibt mit einem Kuriosum verknüpft.

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