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Jermaine Jones im Interview : „Ich habe es mir viel schlimmer vorgestellt“

  • Aktualisiert am

Schuh verloren, aber nicht die Fassung: Jermaine Jones beim Gastspiel in Frankfurt Bild: dpa

Die Emotionen kochten schon vor dem Spiel hoch bei Jermaine Jones' Rückkehr mit Schalke an die alte Wirkungsstätte nach Frankfurt. Anschließend sprach Jones über das Pfeifkonzert, „Schauspieler“ Michael Thurk - und er kritisierte den Frankfurter Fanbetreuer.

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          Die Brisanz war enorm, die Emotionen kochten schon lange vor dem Spiel hoch bei Jermaine Jones' Rückkehr mit Schalke an alte Wirkungsstätte nach Frankfurt. Angeheizt wurde die Atmosphäre noch durch ein Interview des Frankfurter Fanbeauftragten (Siehe auch: „Für Jones wird es ein bisschen wie die Hölle sein“). Nach dem Spiel sprach Jones über die Pfiffe, kritisierte den Fanbetreuer und über „Schauspieler“ Michael Thurk.

          Jermaine, Jones, Ihre Rückkehr nach Frankfurt wurde wie erwartet mit einem permanenten Pfeifkonzert der Eintracht-Fans begleitet. Sind Sie froh, dass Sie das Spiel hinter sich haben?

          Eigentlich habe ich es mir viel schlimmer vorgestellt. Im Spiel habe ich es gar nicht so mitbekommen, dass sie gepfiffen haben. Ich hatte mich darauf eingestellt, und dann war es mir auch schnuppe. Ich muss ein Kompliment an unsere Fans machen, die die Frankfurter teilweise gar nicht zur Stimmung haben kommen lassen.

          Aber spurlos kann es doch nicht an Ihnen vorbeigehen, wenn 50.000 Leute Sie auspfeifen und mit Spruchbändern oder Gesängen verunglimpfen.

          Ich habe wirklich nur ab und zu etwas gehört, aber das habe ich mir auch schon vorher im Internet angehört. Es gibt ein paar Sachen bei Youtube, die sie wieder gesungen haben.

          Fünf Minuten vor Spielende gab es eine Rudelbildung. Auch Sie waren beteiligt. Was war da genau los?

          Ich kenne den Micha (Thurk) und weiß, dass er bei jeder Kleinigkeit provoziert und fällt. Was mich ärgert, ist, dass er im privaten Leben, wenn ihn dort jemand attackiert, auch nicht sofort fällt, sondern seinen Mann steht. Im Spiel, als er reinkam, lag er jedes Mal auf dem Boden und zieht eine Show ab. Klar ist es dann nicht gut gewesen, was Grossmüller macht. Aber das Problem ist, dass das vor dem Spiel von irgendwelchen Fanbetreuern schon angezettelt wurde. Dann war klar, dass es irgendwann auf dem Platz ausartet.

          Sie zielen auf das Interview des Frankfurter Fanbetreuers ab, der Ihnen unter anderem mit der „Hölle“ gedroht hat.

          Ja. Der sollte sich mal Gedanken darüber machen, was er gemacht hat. Solange die Fans mich auspfeifen oder ausbuhen, ist das in Ordnung. Aber wenn auch Familienteile reingezogen werden, ist das Kindergarten. Dennoch wünsche ich der Eintracht, dass sie noch viele Punkte holt. Es war übrigens eine schöne Sache, einige alte Kollegen wiederzutreffen.

          Zum Sportlichen: Auch wenn der Ausgleich durch Heiko Westermann erst spät fiel, sind es zwei verlorene Punkte für Schalke. Welches Fazit ziehen Sie?

          Unter dem Strich ist der Punkt zu wenig. Dass wir nicht gewonnen haben, ärgert mich. Wir wollten bis zur Winterpause alle Spiele gewinnen. Aber wenn man das ganze Spiel betrachtet und bedenkt, dass wir zweimal einem Rückstand hinterhergelaufen sind, sollte man zufrieden sein. Jetzt konzentrieren wir uns voll auf den Dienstag und das Champions-League-Spiel gegen Trondheim. Und dann müssen wir am Samstag eben Nürnberg zu Hause schlagen.

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