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Jens Lehmann : „Kann sein, dass ich komme“

  • Aktualisiert am

Jens Lehmann: Er war schon mal Dortmunder Bild: AP

„Wenn ich die private Situation einigermaßen zufrieden stellend geregelt habe, kann es sein, dass ich komme“, sagte Jens Lehmann über seine mögliche Zukunft in Dortmund. „Er soll sich in Ruhe Gedanken machen“, kommentierte Bundestrainer Löw.

          Die Rückkehr von Nationaltorwart Jens Lehmann in die Fußball-Bundesliga bleibt für Borussia Dortmund ein Geduldsspiel. Am Donnerstag dementierten sowohl der 38 Jahre alte Keeper als auch Dortmund und der FC Arsenal, dass der Wechsel bereits perfekt sei. Allerdings deutet derzeit sehr viel darauf hin, dass Lehmann mit Blick auf seinen Status als Nummer eins im deutschen Tor bei der EM-Endrunde in Österreich und der Schweiz das Angebot des BVB annehmen wird.

          Noch während der Termingespräche am Donnerstag in Frankfurt/Main für die WM-Qualifikationsspiele informierte Lehmann Bundestrainer Joachim Löw telefonisch über den Stand der Dinge. „Er will sich aber noch den ein oder anderen Tag Zeit nehmen, um dann eine Entscheidung zu treffen. Ich habe ihm gesagt, er soll sich in Ruhe Gedanken machen, was er möchte“, kommentierte Löw.

          Nur Vertrag bis Saisonende

          Nach einer endgültigen Klärung soll Lehmann ins Trainingslager der Borussia nach Marbella nachreisen. Seit Donnerstag bis zum 17. Januar bereitet sich der BVB in Spanien auf die Rückrunde vor. „Wenn ich die private Situation einigermaßen zufrieden stellend geregelt habe, kann es sein, dass ich komme, sonst nicht“, sagte Lehmann dem kicker. „Noch einige Dinge“ wie Umzug oder Schule müssten geklärt werden. Die Dortmunder Verantwortlichen hätten Verständnis, „dass es ein nicht so einfacher Wechsel ist“.

          Beim FC Arsenal nur noch 2. Wahl: die deutsche Nummer 1

          Der Keeper bittet deshalb weiter um Bedenkzeit: „Es wäre der größte Fehler, mich zeitlich unter Druck zu setzen.“ Allerdings, so Lehmann weiter, möchte er „so schnell wie möglich“ Klarheit über seine Zukunft haben, die im Falle eines Weggangs aus London sicher in Dortmund liegt: „Ich spreche zur Zeit nur mit dem BVB.“ Klar ist bereits, dass Lehmann zunächst nur einen Vertrag bis zum Saisonende unterschreiben wird. „Was darüber hinaus kommt, weiß ich nicht. Ich möchte im Sommer die völlige Freiheit haben zu entscheiden, was ich dann mache.“ Dabei will sich der frühere Dortmunder und Schalker von keinen Emotionen leiten lassen. Es werde nicht so kommen, „dass ich sage, das war's, wenn die Euro super laufen sollte“.

          Nicht im Aufgebot von Arsenal

          Neben Lehmann stellte am Donnerstag auch Dortmund fest, „dass es bislang keine definitive Zusage von Jens Lehmann gibt. „Wir stehen in regelmäßigem Kontakt zu Jens Lehmann, der allerdings noch persönliche Dinge zu regeln hat“, sagte Michael Zorc. Der BVB-Sportdirektor wird dagegen am Donnerstag in der Bild-Zeitung zitiert, „dass zwischen uns und Lehmann alle Dinge vollständig geklärt sind“.

          Dies dementierte jedoch am späten Mittwochabend auch Arsenals Teammanager Arsene Wenger. „Es ist nicht wahr, dass es zwischen Jens und Dortmund sowie zwischen uns und Dortmund eine Einigung gibt“, sagte Wenger in Sky Sports. Seit Saisonbeginn ist Lehmann beim Premier-League-Spitzenreiter nur noch die Nummer zwei hinter dem Spanier Manuel Almunia. Wenger hatte dem ehrgeizigen Deutschen trotz jüngster Wertschätzungen keine Hoffnungen auf einen Stammplatz mehr gemacht. Auch am Mittwochabend stand der 38-Jährige, der 2003 von Dortmund nach Arsenal gewechselt war, im Halbfinal-Hinspiel des Liga-Pokals gegen Tottenham Hotspur (1:1) nicht im Aufgebot von Arsenal.

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