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Zwischen Protest und Friseur : Sanchos Zug

Gut frisiert, aber beratungsbedürftig: Jadon Sancho lebt in Extremen. Bild: EPA

Jadon Sancho erlebte eine Woche der Extreme. Mit einem Friseurtermin hat er dem Fußball einen Bärendienst erwiesen. Seine Botschaften zum Thema Rassismus aber stehen für sich – und etwas Größeres.

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          Einen wie Jadon Sancho erlebt die Bundesliga nicht alle Tage. Gegen Hertha BSC war er, auch wenn er kein Tor erzielte, wieder einer der Dortmunder Unterschiedsspieler, einer der mit 20 Jahren Dinge kann, die andere niemals lernen. Zu dessen Qualitäten es auch gehört, sein Ding auf dem Platz durchzuziehen, ohne sich von dem, was drumherum geschieht, allzu sehr beeindrucken zu lassen.

          In den vergangenen Tagen hatte Sancho das Spielfeld vermessen, auf dem sich der Fußball gerade bewegt, und sich dabei bis an die äußersten Extreme begeben. Das wirkte einmal weitblickend und groß, als er – wie sein Mitspieler Achraf Hakimi – mit einer Trikot-Botschaft Gerechtigkeit für George Floyd forderte, einmal kurzsichtig und klein, als ein paar Borussen unter Missachtung der Hygienevorschriften den Friseur kommen und die Welt auch noch daran teilhaben ließen.

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