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Nach Zweitliga-Abstieg : 1860-Investor Ismaik rechnet mit seinem Klub ab

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Hasan Ismaik (rechts) neben dem zurückgetretenen Geschäftsführer Ian Ayre Ende April in der Münchner Arena Bild: dpa

An ihm hängt die Zukunft des TSV 1860 München. Nach dem Abstieg in die dritte Liga spart Investor Hasan Ismaik nicht mit Kritik.

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          Investor Hasan Ismaik hat nach dem Abstieg des TSV 1860 München aus der Zweiten Fußball-Bundesliga ein verheerendes Urteil über den Zustand des Traditionsvereins gefällt. Zugleich wies der Jordanier am Mittwoch – wie üblich via Facebook – Mitschuld an dem „traurigen Kapitel“ Absturz in die 3. Liga von sich. „Das hat nichts mit meiner Person zu tun, sondern dieser Verein ist momentan geprägt von skrupellosen Machtkämpfen und internen Querelen, die es nun zu beseitigen gilt. Nur dann hat der TSV 1860 wieder eine Zukunft“, schrieb Ismaik an die „lieben Löwen“.

          „Wir wurden von Jahn Regensburg gedemütigt und an die Wand gespielt“, bemerkte Ismaik zum 0:2 in dem entscheidenden Relegations-Rückspiel. Alles, was am Dienstag passiert sei, einschließlich der Rücktritte von Geschäftsführer Ian Ayre und Präsident Peter Cassalette, zeige laut Ismaik, „dass in unserem Verein vieles im Argen liegt“.

          Er sei bei seinen Versuchen, „die Misswirtschaft sowie den Mangel an Professionalität und Transparenz“ auf Vereinsseite zu beseitigen, immer wieder „auf taube Ohren gestoßen“. Der Jordanier forderte alle 1860-Fans auf, sich ihm bei der Umsetzung der nötigen Änderungen anzuschließen und ihn „in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen“.

          Um die Lizenz für die Dritte Liga zu erhalten, muss Ismaik bis Freitagnachmittag einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag bereitstellen, ansonsten droht Sechzig bestenfalls die Rückstufung in die Regionalliga, im schlechtesten Falle die Insolvenz und möglicherweise der Abstieg in die Bayernliga. Zwar wird der Etat in der kommenden Saison viel niedriger angesetzt werden, und der Hauptsponsor, eine Münchner Versicherung, hat bereits signalisiert, beim Neuanfang mithelfen zu wollen, aber die TV-Einnahmen sinken und die Garantiesumme der Vermarktungsagentur entfallen.

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