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Internationaler Vergleich : Deutschland holt auf

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Die spanischen Topklubs Barcelona und Madrid können sich Topstars wie Messi (links) und Ronaldo leisten Bild: dpa

Durch den neuen Medienvertrag schiebt sich die Bundesliga im internationalen Vergleich nach vorne. Von der Spitze der Geldrangliste sind die deutschen Vereine aber noch ein Stück entfernt. Ganz vorne liegen die Premier League - und zwei spanische Klubs.

          Die Fußball-Bundesliga holt mit dem neuen TV-Vertrag bei den Einnahmen aus Medienrechten international gewaltig auf. Dennoch ist man noch ein Stück von der Spitze entfernt. Das meiste Geld kassiert die Premier League, deren Gesamteinnahmen pro Saison auf fast 1,3 Milliarden Euro geschätzt werden.

          Das liegt vor allem daran, dass die englischen Klubs allein aus der Auslandsvermarktung umgerechnet 560 Millionen Euro erhalten. Das ist etwa das Zehnfache von dem, was die Bundesliga im Ausland erlöst. Bei der Inlandsvermarktung ist die Schere zwischen England (750 Millionen) und Deutschland (628 Millionen) in Zukunft nicht mehr ganz so groß.

          Die italienische Serie A kommt in den kommenden drei Spielzeiten allein beim Pay-TV (Sky Italia und Mediaset) auf jährliche Summen von 817 bis zu 841 Millionen Euro. Die Rechte für das frei empfangbare Fernsehen, für welche die Liga zuletzt 221 Millionen Euro forderte, sind noch nicht vergeben.

          Die sportlich weniger interessante Ligue 1 in Frankreich erhält insgesamt 570 Millionen Euro und wird damit in Zukunft von der Bundesliga überholt. Die Klubs, die das meiste Geld kassieren, sind Real Madrid und der FC Barcelona. Die beiden Vereine profitieren davon, dass in Spanien die Medienrechte nicht von der Liga, sondern einzeln vermarktet werden.

          Mehr als Hälfte des Gesamtvolumens des spanischen Marktes von etwa 600 Millionen Euro verteilt sich allein auf die zwei Topklubs. Zum Vergleich: Bayern München erhielt als Topverdiener der deutschen Liga am Ende der vergangenen Saison eine Ausschüttung von 29,96 Millionen Euro, während der Absteiger St. Pauli immerhin noch 13,2 Millionen verdiente.

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