https://www.faz.net/-gtm-wzfj

Im Gespräch: Ramon Berndroth (FSV Frankfurt) : „Oral hat das letzte Wort“

  • -Aktualisiert am

Will seinen Vorgänger, den neuen Teamchef Oral, durch „brutale Loyalität” unterstützen: FSV-Trainer Berndroth Bild: Pressefotografie Storch, Bad Hg.

Ramon Berndroth, der neue Trainer des FSV Frankfurt setzt auf Teamplay beim Aufsteiger in die zweite Liga. Auf die Frage, warum er und der neue Teamchef Oral sich gut ergänzen, meint er: „Ich denke, wir sind zwei ,Echte´.“

          2 Min.

          Ramon Berndroth, der neue Trainer des FSV Frankfurt setzt auf Teamplay beim Aufsteiger in die zweite Liga. Auf die Frage, warum er und der neue Teamchef Oral sich gut ergänzen, meint er im folgenden Interview der Rhein-Main-Zeitung: „Ich denke, wir sind zwei ,Echte´.“

          Wie fühlen Sie sich als neuer Trainer des FSV Frankfurt?

          Wie immer. Es ist schön, arbeiten zu müssen. Die Aufgabe ist vielfältig. Erst hieß es, ich soll Leiter des Nachwuchsleistungszentrums werden, dann Trainer der „U 23“. Jetzt bin ich Trainer der Zweitliga-Mannschaft. Alles kein Problem. Ich habe genug Fachwissen und Erfahrungswerte im Fußball angehäuft. In welcher Weise es abgerufen wird, ist egal.

          Ist Teamchef Tomas Oral Ihr Chef, oder wird im Team gearbeitet?

          Ich weiß gar nicht, ob jemand dem anderen gegenüber weisungsbefugt ist. So arbeitet man im Fußball schon lange nicht mehr. Letztlich sind wir ein Team. Ich denke, die Hauptverantwortung liegt beim Teamchef.

          Wie vermeidet man ein Kompetenzgerangel?

          Wahrscheinlich durch die personelle Auswahl. Und schon mit meiner Auswahl ist ein Gerangel vermieden worden. Tomas Oral ist der Typ des Teamworkers. Ich bin dreißig Jahre Trainer. Ich weiß um die Sensibilität des Trainers Oral. Man muss ihn ganz spezifisch unterstützen. Nicht durch Klugscheißerei, sondern durch brutale Loyalität.

          Oral ist 21 Jahre jünger als Sie. Was kann er von Ihnen lernen?

          Zunächst mal überhaupt nichts. Ich finde gut, dass es Tomas aber anders sieht. So einen engagierten Mann wie Tomas musst du möglichst vor negativen Einflüssen schützen. Als älterer Partner muss ich ihm mit den Dingen helfen, die mich ausmachen. Das ist die Erfahrung. Das ist nun mal der Weg, wie er vorkommen kann: Versuch, Irrtum, Versuch, Irrtum. Dass darf auch mal Punkte kosten. Es kann trotzdem ein erfolgreicher Weg sein.

          Was können Sie von Oral lernen?

          Viel. Ich habe noch nie mehr gelernt, als von meinen Spielern und Kollegen. Oral sieht den Fußball aufgrund seiner Jugend vielleicht ein bisschen anders. Man tauscht sich ständig aus.

          Welche Aufgabe haben Sie als Trainer?

          Das ist noch gar nicht so klar definiert. Wir müssen schauen, wie wir die Arbeit aufteilen. Im Moment machen wir alle alles.

          Wird ein Spieler geholt, den Sie gerne haben möchten?

          Wegen meiner Vorliebe wird kein Spieler geholt. Der Spieler muss vielmehr ins Gesamtkonzept passen. Sportlich hat da Tomas Oral das letzte Wort, und wirtschaftlich logischerweise Manager Bernd Reisig.

          Warum ergänzen sich Tomas Oral und Ramon Berndroth gut?

          Ich denke, wir sind zwei „Echte“. Wir wollen alle der Sache dienen. Die heißt FSV Frankfurt, bei dem möglichst erfolgreicher und attraktiver Fußball gespielt werden soll.

          Werden Sie wie ein Trainer bezahlt?

          Darüber rede ich nicht. Grundsätzlich hat man mir immer nachgesagt, ich wäre preiswert, gut und engagiert. Ich bin immer der Meinung, das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen.

          Hätte es Sie als früherer Trainer der „U 23“ der Kickers gereizt, den OFC nach dem Abstieg in der dritten Liga zu übernehmen?

          In der jetzigen Situation definitiv nicht. Durch den Abstieg habe ich eine Vision verloren. Ich war mir unsicher, dass dem Nachwuchs die entsprechende Beachtung geschenkt wird. Ich wollte junge Profi-Spieler produzieren. Aus meiner Sicht sollte der Nachwuchsbereich noch stärker beachtet werden. Durch den Abstieg müssen die Offenbacher aber jeden Euro zusammenkratzen, um in der dritten Liga eine schlagfertige Mannschaft zu bekommen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ein Südkoreaner schaut die Fernsehnachricht über Nordkoreas jüngsten Raketentest im Hauptbahnhof Seoul.

          Trotz UN-Resolutionen : Nordkorea testet wiederholt Raketen

          Es ist der bereits vierte Raketentest Nordkoreas in diesem Monat. Im Licht der Coronavirus-Pandemie verurteilen viele Staatschefs die Aktion von Machthaber Kim Jong Un als derzeit besonders unangebracht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.