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Im Gespräch: Köln-Manager Schmadtke : „Jetzt kommen die großen Herausforderungen“

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FC-Manager Jörg Schmadtke: „Wir wissen unsere Situation realistisch einzuschätzen“ Bild: dpa

Der 1. FC Köln hat zum fünften Mal den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga geschafft. Zusammen mit Trainer Peter Stöger hat Manager Jörg Schmadtke großen Anteil am Erfolg. Im Interview spricht er über seine Emotionen und die Planungen für die Erstklassigkeit.

          2 Min.

          Der 1. FC Köln hat den fünften Aufstieg in die Fußball-Bundesliga geschafft. Ein Freudentag auch für den Sportdirektor?

          Ich bin relativ ruhig.

          Welchen Stellenwert hat der Aufstieg mit Köln in Ihrer Karriere?

          Es ist etwas Besonderes, weil es ein sehr emotionaler Standort ist und viele Menschen gesagt haben, ihr müsst und werdet aufsteigen. Viele Fans lieben diesen Verein. Mit dem Aufstieg konnten wir jetzt etwas zurückgeben.

          Sind Sie froh, den Aufstieg schon gegen Bochum geschafft zu haben und dass er nicht auf eines der nächsten Spiele vertagt wurde?

          Es wäre doof gewesen, wenn es sich wie ein ausgelutschter Kaugummi so gezogen hätte. Es ist bei einem Heim- und Montagabendspiel gelungen, wo alle draufgucken. Das ist natürlich besonders schön.

          Was bedeutet der Aufstieg für den 1. FC Köln?

          Unsere Situation hat sich dadurch verändert, dass wir nun in der ersten Liga sind und unsere Wirtschaftlichkeit etwas verändern können. Jetzt kommen die großen Herausforderungen. Das ist ein schöner Feiertag heute. Danach kommen die schweren Aufgaben und danach die noch schwereren Aufgaben, weil wir uns dann in der ersten Liga stabilisieren wollen.

          Auf der Latte: Die Kölner Fans sind nicht mehr zu halten Bilderstrecke
          Auf der Latte: Die Kölner Fans sind nicht mehr zu halten :

          Welchen Anteil hat Cheftrainer Peter Stöger am Erfolg?

          Er hat eine große Ruhe ausgestrahlt und vor der Saison Veränderungen zügig vorgenommen, die schnell gegriffen haben. Dadurch ist ein großes Vertrauen mit und in der Mannschaft entstanden. Ich glaube, dies war der Schlüssel des Erfolgs. Außerdem spielt eine Mannschaft zusammen, die extrem hungrig auf Erfolg ist, immer weiter nach vorne gehen und den nächsten Schritt tun will.

          In der nächsten Saison geht es gegen Bayern München und Co. Überwiegt die Vorfreude, oder gibt es auch Furcht, nicht sofort mithalten zu können?

          Wer mich kennt, wird wissen, dass ich keine Angst habe, egal, wer da kommt. Wir wissen unsere Situation realistisch einzuschätzen und werden es dementsprechend angehen.

          Entgegen dem Appell der Vereinsführung sind die Fans nach der Partie in den Stadioninnenraum eingedrungen. Rechnen Sie nun mit Sanktionen seitens des Deutschen Fußball-Bundes?

          DFB und Deutsche Fußball Liga werden verstehen, dass es ein Freudentag für den 1. FC Köln war und wir darauf hingearbeitet haben. Und so, wie es gelaufen ist, dürfte das keine Probleme bringen.

          Wird es nach dem letzten Saisonspiel am 4. Mai gegen den FC St. Pauli noch eine große Party geben?

          Da werden wir die Radkappe für die Zweitliga-Meisterschaft bekommen und noch mal ein wenig feiern. Wir sind ja nicht fies vorm Feiern in Köln. Das können wir ganz gut.

          Das einstige Kölner Idol Lukas Podolski war auch Zaungast beim Aufstieg im RheinEnergieStadion!

          Ich habe ihm nur zugewunken, aber er hatte ein schönes Wochenende.

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