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Zweite Bundesliga : HSV verspielt Aufstieg mit einer Blamage

  • -Aktualisiert am

Der HSV und Pierre-Michel Lasogga landen auf dem harten Boden der Tatsachen in der zweiten Liga. Bild: Reuters

Drei Punkte und 21 Tore müssten die Hamburger aufholen am letzten Spieltag, um doch noch in die Relegation zu kommen. Beim Topspiel in Paderborn wird der HSV regelrecht überrollt.

          Aufgestiegen in die Bundesliga sind die Fußballprofis des SC Paderborn am Sonntagnachmittag noch nicht. Dafür hat der Tabellenzweite der zweiten Bundesliga bei seinem 4:1-Heimsieg über den Hamburger SV durch Tore des überragenden Mittelfeldspielers Sebastian Vasiliadis (25./46. Minute) sowie Christopher Antwi-Adjei (81./86.) und einem Gegentreffer von Rick van Drongelen (71.) dafür gesorgt, dass der HSV als Vierter die letzte Hoffnung auf eine prompte Rückkehr in die Erstklassigkeit verlor. „Wir haben jedes Mal versagt, wenn es darauf ankam. Ich habe heute nicht gesehen, dass wir uns gewehrt haben“, sagte der Hamburger Kapitän Aaron Hunt: „Es ist katastrophal, wir sind völlig verdient nicht aufgestiegen.“

          2. Bundesliga
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          Drei Punkte Rückstand und ein Torabstand von 21 Treffern auf Union Berlin, das mit einem 3:0 über den damit neben dem MSV Duisburg abgestiegenen Zweitliganeuling 1. FC Magdeburg Rang drei behauptete, sind zu viel, um sich irgendwelchen Illusionen hingeben zu können. Ein Jahr nach dem erstmaligen Abstieg des „Dinos“ aus der Bundesliga müssen die hoch verschuldeten Hamburger in der kommenden Zweitliga-Spielzeit einen zweiten Anlauf starten, um vielleicht in einem Jahr in vertraute Gefilde zurückzukehren.

          Der in der Rückrundentabelle von Platz eins in der Hinrunde auf Platz 16 abgestürzte Meisterklub von vorgestern verspielte in Paderborn die letzte Gelegenheit zu einem Happy End, weil sich das Team, als es noch auf mehr hoffen durfte, ein paar Leichtfertigkeiten zu viel leistete und schließlich von den nach der Pause furiosen Paderbornern überrollt wurde. „Wir müssen in Ruhe überlegen, was das Beste für den HSV ist“, gab Sportvorstand Ralf Becker bei Sky zu Protokoll mit Blick auf die Zukunft von Hannes Wolf. Der Trainer konnte „nicht sagen, wie es weitergeht“. Laut Wolf war das Spiel in Paderborn „ein Spiegelbild“ der vergangenen Wochen: „Wenige Dinge haben gereicht, um unser nie stabiles Konstrukt einstürzen zu lassen. Es hat nicht funktioniert.“

          Der SC Paderborn sieht dem letzten Zweitligaspieltag am kommenden Sonntag vorfreudig entgegen. Der zweite Bundesliga-Aufstieg nach 2014 scheint nach einem zwischenzeitlichen Absturz bis an den Rand zur Viertklassigkeit zum Greifen nah. In das Spiel bei Dynamo Dresden geht der SCP mit einem Punkt Vorsprung und der deutlich besseren Tordifferenz gegenüber Union Berlin. Der auf dem Relegationsplatz liegende Hauptstadtklub tritt zur selben Zeit beim VfL Bochum an. Den HSV überschütteten die Paderborner Fans am Ende mit der hämischen Parole, „Schade Hamburg, alles ist vorbei“.

          Auf dem Weg Richtung Bundesliga: Paderborn besiegt Hamburg im Topspiel.

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