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0:0 nach 0:5 : HSV kann wieder nicht gewinnen

  • Aktualisiert am

Der Fürther Torwart Sascha Burchert (r) hält den Ball vor dem Hamburger Pierre-Michel Lasogga. Bild: dpa

Der HSV wollte sich in Fürth für die Heimblamage gegen Regensburg rehabilitieren. Das gelang beim 0:0 nicht. Gleich nach dem Abpfiff richteten die Hanseaten den Fokus auf das Derby.

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          Der Hamburger SV hat die erhoffte Wiedergutmachung nach dem peinlichen 0:5 gegen Regensburg vom Wochenende verpasst. Die Hanseaten kamen am Donnerstag bei der SpVgg Greuther Fürth nicht über ein torloses Remis hinaus, das die Vorfreude auf das anstehende Derby gegen den FC St. Pauli nicht vergrößerte. Vor 14.965 Zuschauern war der Absteiger aus der Fußball-Bundesliga zwar zumeist das aktivere Team, hatte vor allem in der Offensive aber kaum Ideen zu bieten. In der Tabelle konnte der HSV damit nicht den möglichen zweiten Platz erobern, sondern ist Dritter, einen Rang vor den Fürthern.

          2. Bundesliga

          „Wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht“, sagte Lewis Holtby bei Sky. „Wir hatten viel Ballbesitz, waren griffig in den Zweikämpfen, wollten das Tor machen, sind geduldig geblieben, aber haben uns nicht belohnt. Jetzt sind alle Augen auf das Derby gerichtet.“ Am Sonntag (13.30 Uhr) kommt es zum brisanten Stadtduell gegen den FC St. Pauli.

          Die Fürther waren zufrieden mit der Punkteteilung und dem vierten ungeschlagenen Heimspiel in dieser Saison. „Das war ein großer Fight. Wir wissen, was der HSV für eine Klasse auf dem Platz hat. Wir haben eine gute Mentalität gezeigt“, sagte Coach Damir Buric, der sein Team nun auf das schwere Auswärtsspiel bei Dynamo Dresden vorbereitet.

          Nach dem Debakel im Heimspiel gegen Regensburg hatte HSV-Trainer Christian Titz Wiedergutmachung, „Trotz und Biss“ versprochen und klargestellt: „Das dürfen wir uns nicht mehr erlauben.“ In seiner Startelf tauschte er vier Profis aus, brachte für den Angriff unter anderem Pierre-Michel Lasogga. Dieser hatte Hamburg 2014 im Relegations-Rückspiel in Fürth den Klassenverbleib gerettet. „Sicher ein gutes Omen“, hoffte Titz - vergeblich: Der Stürmer war dann komplett abgemeldet.

          Torchancen bekamen die Fans im nicht ausverkauften Stadion kaum zu sehen. Die Hausherren begannen engagierter, nach rund 20 Minuten überließen sie dem HSV das Geschehen. Das spielte sich zwischen den Strafräumen ab. Gefährlich wurde es nur einmal, als Fürths Maximilian Wittek in der zweiten Minute einen Freistoß an die Unterseite der Latte knallte. Der Ball schlug deutlich vor der Linie auf.

          Nach dem Seitenwechsel näherten sich die Hamburger zwar dem Tor. Ein zum Eckball abgefälschter Schuss von Tatsuya Ito (50.) und ein Versuch des früheren Fürthers Khaled Narey (56.), den Torhüter Sascha Burchert parierte, waren aber die einzigen Möglichkeiten.

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