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Später Schock für HSV : „Das ist ekelhaft und tut weh“

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Die Enttäuschung ist den Hamburgern nach der Niederlage gegen Magdeburg ins Gesicht geschrieben. Bild: dpa

Durch ein Gegentor in Minute 94 unterliegt der HSV Abstiegskandidat Magdeburg. Es ist ein herber Rückschlag im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga. Der Trainer ist geschockt, ein Spieler befürchtet nun das Schlimmste.

          Der Schock war Trainer Hannes Wolf und seinem Kapitän noch lange nach dem Spiel anzusehen. „Das ist ekelhaft und tut weh“, sagte Mittelfeld-Mann Lewis Holtby nach dem 1:2 (1:0) seines Hamburger SV gegen den 1. FC Magdeburg. „Das ist extrem“, klagte Wolf am Montagabend über den nächsten schweren Rückschlag im Aufstiegskampf der zweiten Fußball-Bundesliga. Der Trend läuft derzeit gegen den HSV – ausgerechnet in der entscheidenden Phase der Saison. Holtby befürchtet das Schlimmste und mahnte: „Wir müssen den Arsch hochkriegen, arbeiten und jetzt in der Schlussphase die Punkte holen.“

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          Wieder einmal verspielte der Aufstiegskandidat eine Führung, im zweiten Heimspiel nacheinander kassierten die Hamburger in der Schlussphase den entscheidenden Treffer. Und wie schon beim 2:3 gegen Darmstadt 98 setzte im 1. FC Magdeburg ein Team aus den unteren Tabellenregionen den letzten Punch gegen den HSV. „Das ist enttäuschend“, sagte Wolf.

          Fünf Niederlagen in der Rückrunde, ein Punkt in den vergangenen drei Liga-Spielen – der Hamburger SV droht das Saisonziel sofortiger Wiederaufstieg aus den Augen zu verlieren. Und dies vor dem Top-Duell am kommenden Montag beim Tabellenführer 1. FC Köln. „Wir brauchen in Köln eine Top-Leistung“, meinte Wolf. „Wir machen so viele kleine Fehler. Wenn man ein Video zusammenstellen würde, kriegt man einige Minuten zusammen.“

          Sechs Punkte liegen die Hamburger nach 28 Spieltagen hinter den Kölnern, die zudem noch ein Nachholspiel beim Tabellenletzten MSV Duisburg haben. Nur noch drei Zähler hat der HSV mehr als der Dritte Union Berlin. Dabei war die Stimmung vor dem Spiel gegen die Magdeburger noch bestens. Nach dem 2:0 im Viertelfinale des DFB-Pokals beim Liga-Rivalen SC Paderborn am vergangenen Dienstag schien der HSV endlich wieder zu alter Stärke gefunden zu haben.

          Doch vom Schwung des Halbfinal-Einzugs war nichts mehr zu sehen. Der Tabellen-16. aus Sachsen-Anhalt bestimmte die Partie, ließ sich auch vom Rückstand durch HSV-Stürmer Bakery Jatta (31.) nicht beeindrucken. Der Ausgleich durch Marius Bülter (60.) und der Magdeburger Siegtreffer durch Philip Türpitz in der Nachspielzeit waren durchaus verdient. Immerhin spricht für die Hamburger, dass sie nicht lange klagten, weil ihnen zwei Elfmeter verwehrt wurden.

          „Jeder muss sich hinterfragen, jeder einzelne, mich mit einbezogen. Investiere ich alles? Mache ich alles? Bin ich auf der Höhe?“, sagte Holtby, der als einziger Spieler sprach. „Solche Ergebnisse können wir nicht mehr liefern. Sonst wird es ganz schwer.“ In Köln kann er nicht helfen, den Gegenbeweis anzutreten. Der Kapitän sah die fünfte Gelbe Karte und wird fehlen.

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