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Zweite Bundesliga : Nächste bittere Niederlage für den HSV

  • Aktualisiert am

Hannover jubelt beim Spiel in Hamburg über das einzige Tor und den Sieg. Bild: dpa

Was ist nur mit den Hamburgern los? Nach einem perfekten Saisonstart rutscht der Aufstiegskandidat immer tiefer in die Krise. Nun gibt es auch noch eine Heimniederlage gegen Hannover. Fürth verliert die Tabellenführung.

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          Mit dem ersten Auswärtssieg der Saison hat Hannover 96 Aufstiegsaspirant Hamburger SV tiefer in die Krise geschossen. Die Niedersachsen gewannen am Samstag im Hamburger Volksparkstadion mit 1:0 (1:0). Das Tor erzielte Hendrik Weydandt (13. Minute) nach Eckball. In den vorangegangenen vier Spielen waren die Hannoveraner ohne Sieg geblieben. Den Erfolg haben die 96er vor allem Torhüter Michael Esser zu verdanken. Der HSV dagegen verpasste bei zuletzt drei Niederlagen zum fünften Mal nacheinander einen Sieg. 

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          Mit dem Platzverweis gegen HSV-Angreifer Sonny Kittel nach wiederholtem Foulspiel (25./Gelb-Rote Karte) übernahmen die Gäste zunächst das Kommando. Den Gastgebern mangelte es abermals an Ideen und Tempo in der Offensive. Gegen die geordnete Defensive der Gäste fanden die Hamburger kaum Mittel. Lediglich Simon Terodde (43.) und Josha Vagnoman (44.) hatten vor der Pause klare Chancen, doch Esser parierte stark.

          Nach dem Seitenwechsel fanden die dezimierten Hausherren besser in die Partie und kamen zu Chancen. Jeremy Dudziak traf nur das Außennetz (59.), Terodde blieb abermals an Esser hängen (77., 90.), Aaron Hunt verzog aus Nahdistanz (85.). Die Hannoveraner zogen sich immer weiter zurück und verteidigten den Vorsprung nur noch. Am Ende hatten sie Glück – und Esser.

          Die Spielvereinigung Greuther Fürth verlor derweil die Tabellenführung wieder. Nach fünf Siegen am Stück und dem Sprung an die Spitze unterlagen die Franken im eigenen Stadion dem 1. FC Heidenheim mit 0:1 (0:0). Eine Woche nach dem furiosen Comeback beim 3:2 gegen den Hamburger SV setzte die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt das nächste Ausrufezeichen gegen ein Topteam.

          Heidenheims Kapitän Norman Theuerkauf (60. Minute) fügte den Fürthern mit seinem ersten Saisontor die zweite Saisonniederlage zu. Stefan Leitls Team bekam die nach der Pause deutlich aggressiveren Gäste immer schwerer in den Griff. Robert Leipertz (54.) traf nach einer Ecke frei vor dem leeren Tor nur den Pfosten des Fürther Kastens. Die Franken haben damit keines der vergangenen sechs Duelle gegen Heidenheim für sich entscheiden können.

          Der Karlsruher SC bewies beim VfL Osnabrück Comeback-Qualitäten bewiesen und gewann nach einem Rückstand noch. Torjäger Philipp Hofmann sorgte mit einem Treffer in der 89. Minute für den vielumjubelten 2:1-Sieg der Badener. Zur Pause hatten die Gastgeber aus Niedersachsen am Samstag noch mit 1:0 geführt.

          In einer ausgeglichenen Partie erzielte Osnabrücks Verteidiger Timo Beermann per Kopf nach einem Freistoß das erste Tor an der Bremer Brücke (28.). Nach dem 1:0 verpasste es Osnabrück jedoch nachzulegen. So blieb Karlsruhe im Spiel und kam durch den eingewechselten Dominik Kother zunächst zum Ausgleich (77.), ehe Hofmann traf. Der KSC hat nun vier Spiele in Serie gewonnen, überholte den VfL in der Tabelle und rückte dicht an die Aufstiegsränge heran. Für Osnabrück war es die zweite Saisonniederlage.

          Die Krise des FC St. Pauli spitzt sich unterdessen weiter zu. Der Tabellenvorletzte verlor  auch das Kellerduell bei Eintracht Braunschweig mit 1:2 (1:0) und blieb damit zum achten Mal nacheinander ohne Sieg. Dabei traf Maximilian Dittgen in diesem Nordduell schon in der zweiten Minute für die Hamburger. Die Eintracht geriet dadurch im zehnten Spiel dieser Saison bereits zum sechsten Mal sehr früh in Rückstand. Doch Marcel Bär (67.) und der für ihn eingewechselte Fabio Kaufmann (82.) belohnten mit ihren Toren noch den Kampfgeist des Aufsteigers, der in der zweiten Halbzeit deutlich mehr für dieses schwache Spiel tat.

          St. Pauli wachte erst nach dem Rückstand wieder auf und hatte durch Igor Matanovic (88.) und Finn Ole Becker (89.) noch zwei große Chancen zum Ausgleich. Doch Becker scheiterte am Braunschweiger Keeper Jasmin Fejzic, den Trainer Daniel Meyer als Reaktion auf die Rückschläge der vergangenen Wochen wieder ins Tor gestellt hatte.

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