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Zweite Bundesliga : Kiel vermiest Hamburg den Start

  • Aktualisiert am

Kieler Party beim großen Nachbarn: Jonas Meffert (Mitte) und seine Teamkollegen feiern den Auswärtssieg. Bild: EPA

Das hatten sich die Hamburger anders vorgestellt. Der HSV hat zum Auftakt seiner ersten Zweitligasaison gegen den Nachbarn Holstein Kiel verloren – obwohl er eine starke erste Hälfte gespielt hatte.

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          Der Hamburger SV ist mit einer deutlichen Niederlage in seine erste Zweitligasaison gestartet. Das Team von Trainer Christian Titz verlor zum Auftakt 0:3 (0:0) gegen Holstein Kiel und sorgte damit unter den meisten der 57.000 Zuschauern für Entsetzen. Jonas Meffert in der 56. Minute und der eingewechselte David Kinsombi (78.) schossen die ersten beiden Tore für die Kieler. In der Nachspielzeit traf auch noch Mathias Honsak (90.+3).

          „Ich will immer gewinnen, von daher war es schön“, sagte Kiels neuer Trainer Tim Walter mit einem verschmitzten Lächeln. Sein Hamburger Kollege Titz meinte „Kiel war im zweiten Abschnitt griffiger.“

          Die Zuschauer sahen im ausverkauften Volkspark – darunter DFB-Präsident Reinhard Grindel – zunächst eine engagierte Anfangsphase der Gastgeber. Der HSV spielte sich gleich fünf Chancen heraus (Ito in der 3., Samperio/5., Holtby/12., Narey/19. und 35.), doch nutzen konnte er keine. Die umformierte Kieler Mannschaft wurde mit zunehmender Dauer gefährlicher und hatte durch den Österreicher Honsak zwei Möglichkeiten (32. und 37.).

          Nach dem Seitenwechsel wurden Holstein dann immer besser und verunsicherten die Hamburger zusehends – vor allem der Südkoreaner Lee Jae-Sung, bei der Weltmeisterschaft in Russland noch gegen Deutschland erfolgreich, zeigte eine beeindruckende Leistung. Die Fehler bei den Gastgebern häuften sich, die Pfiffe auf den Rängen auch. Vor allem in den Zweikämpfen hatte die neuformierte Kieler Mannschaft, die in der vergangenen Saison als Zweitliga-Dritter erst in der Relegation zur Bundesliga vom VfL Wolfsburg gestoppt worden war, Vorteile.

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          Die Abwehrreihe der Hamburger mit dem 19-jährigen Rick van Drongelen und dem 21-jährigen David Bates im Zentrum leistete sich einige Patzer. Trainer Titz nahm nach der Kieler Führung Bates nach wiederholtem Fehler vom Platz und ersetzte ihn durch den 18-jährigen Jonas David. Doch im zweiten Abschnitt verloren die Gastgeber ihre Linie völlig.

          Ungewollt hatte der HSV-Trainer auf Kapitän Aaron Hunt verzichten müssen. Der 31 Jahre alte Routinier, der als Spiellenker wieder auf der ungewohnten Mittelstürmerposition agieren sollte, schaffte es wegen Wadenproblemen erst gar nicht in den Kader. Für ihn rückte der vom spanischen Erstliga-Absteiger UD Las Palmas geholte ehemalige Mainzer Jairo Samperio ins Sturmzentrum, der Japaner Tasuya Ito übernahm die linke Seite, konnte seine Dribbelstärke aber nicht wie gewohnt ausspielen.

          Im Team der Kieler hatte Trainer Walter sechs Neuverpflichtungen aufgeboten, die sich erstaunlich harmonisch einfügten. Vor allem Lee wusste mit sehenswerten Zuspielen zu gefallen. Auf der Gegenseite wechselte Titz Stürmer Pierre-Michel Lasogga ein, doch auch der wuchtige Angreifer schaffte den Ausgleich nicht – und so beginnt die Mission „Wiederaufstieg“ für die Hamburger mit einer großen Enttäuschung.

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